Artikel zum Schlagwort ‘Statistiken’

Die 10-Jahres-Tabelle der Bundesliga

Die 10-Jahres-Tabelle der Bundesliga



Für den FC Schalke 04 stehen in dieser Zeit zu Buche:

  • 2007/2008: Qualifikation zur UCL-Qualifikationsrunde, UCL Viertelfinale
  • 2008/2009: –
  • 2009/2010: Vizemeister, UCL Qualifikation, DFB-Pokal Halbfinale
  • 2010/2011: UCL-Halbfinale, DFB-Pokalsieger
  • 2011/2012: UCL Qualifikation, UEL Viertelfinale
  • 2012/2013: Qualifikation zur UCL-Qualifikationsrunde, UCL Achtelfinale
  • 2013/2014: UCL Qualifikation, UCL Achtelfinale
  • 2014/2015: UEL Qualifikation, UCL Achtelfinale
  • 2015/2016: UEL Qualifikation
  • 2016/2017: UEL Viertelfinale



Hier geht’s zu den Versionen 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011

Die Weinzierl-Ziel-Zahl: Verfehlt

Nun habe ich mich gestern bereits über die abgeschlossene Saison ausgelassen. Das möchte ich wahrlich nicht endlos forttreiben. Aber noch ist die Zeit der Bilanzen, und es braucht noch den Abschluss zur Weinzierl-Ziel-Zahl.

Diese entstand aus dem anspruchsvollen Ziel Markus Weinzierls und mutierte schnell zum Running Gag. Nachdem Schalkes Mannschaft gegen Ende des Jahres 2016 endlich in die Spur fand und seine beste Saisonphase spielte, kommentierte Christian Heidel, dass man die fünf Auftaktniederlangen in Folge als Rucksack bis zu Saisonende mitschleppen würde. Vor dem 16. Spieltag bemerkte Markus Weinzierl, dass, betrachte man nur die Spiele nach den ersten fünf Spielen, sein Team gerade einen Punkteschnitt von 1,8 halten würde. Und dass dies, könne man diesen Schnitt bis Saisonende durchziehen, zu „mehr als 50 Punkten“ führen würde, dass Schalke 04 damit seine Ziele wahrscheinlich erreichen würde.

Der Punkteschnitt ab dem sechsten Spieltag sollte also 1,8 betragen, und die Abweichung von dieser Weinzierl-Ziel-Zahl stellte ich ab Januar in der Sidebar dieses Blogs dar. Diese Episode, von des Trainers Hoffnung vor dem 16. Spiel bis zum Verlassen des Pfades vier Spiele später, kann als Beispiel für die ganze Saison herhalten. Immer wieder setzte man sich Ziele oder machte sich Hoffnung, immer wieder scheiterten die Blauen. Noch vor dem 31. Spieltag hieß es, nun habe man vier Endspiele, gewänne man die, würde man bestimmt … aber man verlor schon das zweite und konnte auch Nummer 3 und 4 nicht mehr gewinnen.

Also folgten auf den katastrophalen Start mit fünf Niederlangen die Spieltage 6 bis 34 mit einem Schnitt von 1,48 statt 1,8 Punkten pro Spiel. Kein guter Schnitt, das Ziel verfehlt, jeglicher Hoffnung unterlegen.

Andererseits kann mit Blick auf die Zahlen eben doch weiterhin berechtigt bemerkt werden, dass der schlechte Saisonstart die gesamte Saison versaute. Denn hätte man auch in den ersten fünf Spiele zumindest diesen nicht besonders guten Schnitt eingefahren, hätte Schalke 04 die Saison mit 50 Punkten abgeschlossen, stünde auf Rang 5 und hätte eben doch die Europa League-Qualifikation erreicht.

Die Weinzierl-Ziel-Zahl

„Diese fünf Niederlagen zu Beginn werden wir nicht mehr aus unserem Rucksack bekommen.“
Christian Heidel

„Wenn wir die ersten fünf Spiele ausklammern, haben wir einen Punkteschnitt von 1,8. Wenn wir das bis zum Ende durchziehen könnten, hätten wir mehr als 50 Punkte und unser Ziel wahrscheinlich erreicht.“
Markus Weinzierl

Diese Aussagen stammen von der S04-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV.

Tatsächlich käme man sogar auf 52 Punkte, wenn Schalke am Saisonende für die Spieltage 6 bis 34 einen Schnitt von 1,8 Punkten pro Spiel aufweisen könnte. Mit 52 Punkten landete man in den beiden letzten Spielzeiten jeweils auf Rang 5.

Dummerweise hat Schalke gleich das erste Spiel nach diesen Aussagen verloren, beim Gruselkick in Hamburg, und ist bezüglich dieses Ziels ins Hintertreffen geraten. Entsprechend liegt der aktuelle Schnitt ab dem 6. Spieltag nun bei 1,64 statt bei 1,91, wohin man mit einem Sieg gegen den HSV hätte kommen können.

Ich mag solch Zahlengekasper. Ich mag nachvollziehbare Ziele. Dieses ist sehr anspruchsvoll und es ist auch keineswegs sicher, dass 52 Punkte auch in dieser Saison für die Teilnahme an der Europa League reichen werden. Aber ich mag mutige Aussagen und positives Denken. Also werde ich ihn ab sofort und bis Saisonende in der Sidebar meines Blogs darstellen, den Stand der Weinzierl-Ziel-Zahl: Den Unterschied des aktuellen Punkteschnitts ab dem 6. Spieltag zum Ziel von 1,8. Wir beginnen mit -0,16.

Ma’kucken, wohin uns die Reise führt.

Zahlenschnickschnack & ein Adventskalendertipp

Nach Schalkes Sieg gegen Wolfsburg wies ich darauf hin, dass die Blauen mit 4 Siegen, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen immer noch eine negative Bilanz aufwiesen, noch „unter Pari“ seien, auch wenn die Serie von damals 10 ungeschlagen Pflichtspielen bereits ein gänzlich anders Gefühl vermittelte. Mittlerweile steht Schalke pari (5 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen) und steht ganz nah am Äquator der Tabelle, auf Rang 8, mit 17 von 36 möglichen Punkten. Nur Mainz 05 ist noch ein bisschen mehr Mitte, mit einer Tordifferenz von 0. Schalke hat dort plus 4 vorzuweisen.

Noch mehr Ordnung sieht man, wenn man die Ergebnisse der Blauen den jeweiligen Gegnern in der Tabelle zuordnet, worauf mich Kommentator RJonathan hinwies. Tatsächlich lassen sich Schalkes Ergebnisse eindeutig auf Tabellendrittel aufteilen. Gegen die Clubs des unteren Tabellendrittels (Platz 13 bis 18) hat Schalke alle bisherigen Spiele gewonnen. Gegen die Clubs des oberen Tabellendrittels (Platz 1 bis 6) hat Schalke alle bisherigen Spiele verloren. Gegen die Clubs der Tabellenmitte (Platz 7 bis 12) spielte Schalke bislang dreimal. Ihr Heimspiel gewannen die Blauen, zwei Auswärtsspiele endeten beide Remis.

Das ist natürlich vollkommen unwichtig und egal. Und mir wäre es auch lieber, mein Verein würde mit zur Tabelle krumm angeordneten Ergebnisse auf Platz 1 stehen. Aber ich bin von Berufs wegen Excel-Mensch, Zahlenschnulli. Ich kann mich nicht dagegen wehren, dass mir solch ein Schnickschnack die Mundwinkel zumindest ganz leicht lupft.

Schalkes morgiger Gegner aus Leipzig hat übrigens seine zwei Partien gegen Teams aus dem oberen Drittel auch nicht gewonnen; beide gingen unentschieden aus.



Ein Adventskalendertipp

Im Advent (Adventus Domini) bereiten sich die Christen auf die Ankunft des Herrn vor, welche an Weihnachten gefeiert wird. Eigentlich eine Fastenzeit. Seit Herr Zeitgeist den Teufel als Gegenspieler zum Himmelsverein abgelöst hat ist es üblich, eben die christlichen Bräuche, die einem am besten gefallen, zu verweltlichen. Deshalb stehen heute in den Zimmern meiner Kinder „Drei Fragezeichen“- oder „Ninja Turtles“-Adventskalender. Ich selbst hatte im letzten Jahr noch einen Bier-Adventskalender. Saufen bis zur Ankunft des Herrn, Hallelujah!

Im Blog zum St. Pauli Fanzine „Übersteiger“ gibt es gerade einen Adventskalender Fußballlieder. Eine großartige Idee, geschenkt, das Fußballfangefühl anregend und ohne Dickwerden!

Dabei erscheint morgens um 7 Uhr ein kurzer Text, der ein Fußballlied beschreibt. Entsprechend dem Knibbeln an herkömmlichen Kalendern darf nun geraten werden, um welchen Song, vielleicht zu welchem Club, es sich handelt. Die Lösung gibt es an gleicher Stelle gegen Mittag. Der gestrige Rätseltext lautete …

Der heutige Vereinssong kommt von einem Verein, der vom NDR als “Nordklub” bezeichnet wird, sportlich aber schon bessere Zeiten gesehen hat. Wobei, aktuell ist es auch nicht ganz so dramatisch schlecht.
Der aktuelle Trainer hatte einst einen riesigen Stein im Brett der Braun-Weißen Fanszene, inzwischen aber will er für nur noch für die Fans in der Ostkurve kämpfen und schreien.
Wenn der Ball das Netz küsst, grüßt er sie in ihrer doch recht seltenen Trikotfarbe.

… und enthielt als Lösung das Lied „Wir sind alle ein Stück VfL Osnabrück“.

Der heutige Hinweis lautet …

Wir befinden uns im gleichen Bundesland wie gestern, ein leichter Techno-Beat wird eingangs mit fröhlichem Pfeifton unterstützt und die eigenen Farben werden besungen.
Auch dieser Verein (bzw. seine Vorgänger) hat schon bessere Tage gesehen, immerhin sind alle Gegner hier immer an der…
Nee, jetzt hätte ich es fast zu einfach gemacht.

Eine tolle Idee, ein schöner Spaß. Zum Miträtseln und Fußballlächeln bis zum heiligen Abend, hier entlang.

Die 10-Jahres-Tabelle der Bundesliga

Die 10-Jahres-Tabelle der Bundesliga



Für den FC Schalke 04 stehen in dieser Zeit zu Buche:

  • 2006/2007: Vizemeister, UCL Qualifikation
  • 2007/2008: Qualifikation zur UCL-Qualifikationsrunde, UCL Viertelfinale
  • 2008/2009: –
  • 2009/2010: Vizemeister, UCL Qualifikation, DFB-Pokal Halbfinale
  • 2010/2011: UCL-Halbfinale, DFB-Pokalsieger
  • 2011/2012: UCL Qualifikation, UEL Viertelfinale
  • 2012/2013: Qualifikation zur UCL-Qualifikationsrunde, UCL Achtelfinale
  • 2013/2014: UCL Qualifikation, UCL Achtelfinale
  • 2014/2015: UEL Qualifikation, UCL Achtelfinale
  • 2015/2016: UEL Qualifikation



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Schneckenrennen

Seit der Winterpause spielte die Konkurrenz wiederholt „für Schalke“. Wiederholt wussten die Blauen das nicht zu nutzen, ließen Punkte liegen, die sie gegen die gleichen Gegner in der Hinrunde noch gewannen. Dennoch liegt Schalke weiterhin nur einen Punkt hinter Platz 4. Ein „Schneckenrennen“ sei das, ist immer wieder zu hören und zu lesen. Ein Ausdruck, der darauf schließen lässt, dass viele Clubs hinter ihren Erwartungen zurückbleiben.

Nun lassen sich Erwartungen schlecht vergleichen, Punktestände aber schon. Also habe ich mal die Punktestände der Tabellenplätze 3 bis 8 nach dem 26. Spieltag mit denen der letzten sechs Jahre verglichen:

Demnach sind Schalkes 41 Punkte nach 26 Spieltagen ein sehr normaler Wert für den auf Platz 5 geführten Club. Auch die 40 Punkte des FSV Mainz 05 liegen exakt auf dem Durchschnitt aller Sechstplazierten, die Punktekonten Leverkusens und Wolfsburgs sind ebenfalls ziemlich „normal“.

Die Punktestände der Clubs auf Platz 3 und 4 liegen allerdings tatsächlich unter dem Durchschnitt. Letztlich ist es das, was das Gefühl des Schneckenrennens auslöst: Nicht etwa, dass alle „herumschnecken“ würden, aber vorne setzt sich im Kampf um Platz 3 und 4 niemand so recht ab. Bezogen auf den Kampf um Platz 4 gab es so wenig „Favoritentum“ zuletzt 2013. Damals reichte Schalke unter Jens Keller am Ende 55 Punkte zur Qualifikation zur CL-Qualifikationsrunde, ein Wert der geringer nie war, seit sich im Jahr 2000 der TSV 1860 München mit nur 53 für die „Königsklasse“ empfahl.

Zum Vergleich, hier noch die Punktestände der Tabellenplätze 3 bis 8 der letzten sechs Jahr nach Saisonschluss:

Der Intersaisonale Vergleich

Ich fand Gefallen daran, den Punktestand eines Spieltages über Jahre hinweg zu vergleichen. Nicht, weil man daraus eine Gesetzmäßigkeit ableiten kann, sondern weil es hilft durchzuschnaufen, runterzukommen und die Lage im historischen Kontext gelassener zu bewerten.

… formulierte es Matthias in der Weide. Er hatte den „Intersaisonalen Saisonvergleich“ in seinem Blog mehrfach präsentiert.

Um durchzuschnaufen ist Donnerstag ein geeigneter Tag der Fußballwoche; jedenfalls wenn man mit den Ding namens Europa League nichts mehr zu tun hat. Die Tabelle zeigt die Punktestände des FC Schalke 04 nach den einzelnen Spieltagen. Nach allen Spieltagen, seit Einführung der 3-Punkte-Wertung. Im Kopf, unter der Angabe der Saison, ist die letztendliche Platzierung dargestellt. Die jeweiligen Bestwerte pro Spieltag sind in rot gehalten. Johannes, als „Grieche“ langjähriger Kommentator in diesem Blog, hat die Tabelle über die letzten Jahre fortgeführt und mir zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Diese Darstellung hat was religiöses. Mit dem nötigen Willen kann man seine Laune in Grund und Boden oder in schönste Höhen denken. Man schaut auf einen Punktestand und vergleicht, wie sich in den verschiedenen Jahren die Spielzeit von dort aus weiterentwickelt hat. Man kann sich überlegen wie’s wohl nun wird, warum es wie war, oder auch „nur“ wie es überhaupt damals war. Dazu beinhaltet diese zunächst nüchtern anmutende Tabelle viele Anregungen.

Schalkern wird der Hang nach einem verklärten Blick zurück nachgesagt. Ich behaupte, das ist kein alleiniges Schalker Phänomen. Manchmal macht das einfach Spaß. Es hilft, durchzuschnaufen, runterzukommen. Wie Matthias eben schon schrieb.