Artikel zum Schlagwort ‘TSG Hoffenheim’

Der Chor, der Naja-Sieg und die Hinrunde

Schalke gewinnt das letzte Spiel des Jahres mit 1:0 gegen Hoffenheim. Mangels gutem Fußball lieferte ein Männerchor den eigentlichen Höhepunkt des Abends. Mit 27 Punkten schließt Schalke die Hinrunde in angemessener Position ab.

Da war dieser eine Moment, der ein bisschen falsch lief. Als der Betriebsratsvorsitzende der am Freitag geschlossenen Marler Zeche Auguste Victoria das letzte Grubenlicht an den Vorstandsvorsitzenden des FC Schalke 04 überreichen wollte. Schalke hat keinen Vorstandsvorsitzenden, die drei Vorstände Heldt, Jobst und Peters arbeiten gleichberechtigt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies bemühte sich, Alexander Jobst zur Annahme zu bewegen. Der zierte sich aber, wollte sich nicht hervortun. Letztlich nahm Clemens Tönnies das Licht entgegen.

Ansonsten lief nichts falsch bei und um diese Darstellung der Zugehörigkeit des FC Schalke 04 zu den Bergarbeitern und umgekehrt. Immer wieder mal gibt es Vorwürfe, in solchen Darstellungen betreibe der Club nur Marketing. Das stimmt nicht. Wahr ist, dass das Marketing des Clubs die Verbindung zum Bergbau aufgegriffen hat. Da diese Verbindung aber nun mal Ursprung und damit Identität dieses Clubs ist, ist daran alles richtig. Die Verabschiedung, der Chor, das Mitsingen der Zehntausenden; das erzeugte eine echte und passende Emotionalität.

Der Fußball danach hinkte deutlich hinterher. Das Spiel war schlicht schlecht. Ungenau. Frei von jeglichen Überraschungen. Vor allem behäbig. Schalke attackierte Hoffenheim früh, aber wenn der Ball dabei gewonnen wurde folgte oft sofort ein Fehlpass oder es dauerte schlicht zu lange, bis Schalkes Offensive den Vorwärtsgang eingelegt bekam. Viel Stückwerk, kaum Spielzüge.
Hoffenheims Sturmschwäche war erschreckend. Wie laissez faire Schalkes Defensive mit deren Angriffsbemühungen umging auch. Am Ende stand ein Spiel mit ähnlich viel Ballbesitz und ähnlich vielen Torschüssen auf beiden Seiten. Ein Spiel, das weit entfernt war von den Ansprüchen André Breitenreiters, der dafür steht die Zuschauer mit einer begeisternden Spielweise überzeugen zu wollen. Diesmal blieb es beim Verlassen des Stadions bei einem „Naja, Hauptsache gewonnen“-Gefühl.

27 Punkte-Hinrunde

Zur Winterpause liegt Schalke nun mit 27 Punkten zwei Zähler hinter Platz 4. Meines Erachtens fühlt sich das passend an. Man spielte noch nicht wie ein Team, das unbedingt in die Champions League gehört. Man bleibt aber in Schlagweite und hat weiterhin alle Möglichkeiten. Das hat man sich verdient.

Insgesamt hat mir Schalkes Hinrunde gut gefallen. Nicht nur im Vergleich mit der jüngeren Vergangenheit, auch generell. Ich mochte, dass es auch in den nicht gewonnenen Spielen zumeist irgendwas Positives zu sehen gab. Ich fand es erstaunlich, wie konstant die so jungen Kerle wie Max Meyer, Leon Goretzka und Leroy Sané sehr ordentliche bis sehr gute Leistungen aufs Feld bringen konnten. Eine notwendige Konstanz, da der zu dünne Kader keine erfahrenen Alternativen aufwies.

André Breitenreiter passt zu diesem Club und zu dieser Mannschaft. Er hat es schnell hinbekommen, der Mannschaft eine Spielweise vorzugeben, welche den Fans gefiel, selbst wenn die Ergebnisse mal nicht stimmten. In sehr kurzer Zeit konnte sich die Mannschaft wieder einen gewissen Kredit erarbeiten. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit machte André Breitenreiter eine deutlich bessere Figur als Roberto Di Matteo oder Jens Keller.

Aber die Posse um den Begriff „Bonusspiele“ zeigte, wie plötzlich der Wind einem Trainer auf Schalke ins Gesicht wehen kann. In der Winterpause wird Schalke am Kader arbeiten. Ob damit die Ansprüche der Fans steigen werden, wie gut das Team dann zusammenpassen wird, wie sich der Kader in verschärfter Konkurrenzsituation verhalten wird: Das alles wird man beizeiten sehen und dann neu einschätzen müssen. Schalke ist und bleibt spannend, auch in 2016.



Foto: Tomek Bo

Stevens wieder da, Geis erstmal weg, Museum fies finanziert

Wenn die TSG Hoffenheim den Trainer austauscht ist mir das grundsätzlich ziemlich egal. Diesmal engagiert die TSG aber Schalkes zweifachen Ex- und Jahrhunderttrainer, der zudem Schalkes und auch seinen eigenen ehemaligen Co-Trainer beerbt. Das macht es schon besonders. Besonders auch deshalb, weil der Freistellung Stevens‘ auf Schalke im Dezember 2012 nachhallte, dass es zwischen ihm und Markus Gisdol arge Probleme gegeben haben soll, dass die Mannschaft zwischen diesen beiden Trainern gespalten gewesen sei, und dass eben deshalb auch Gisdol nicht als Nachfolger infrage kam, dass es deshalb einen ganz neuen Mann brauchte. Jens Keller eben.

Huub Stevens wird die TSG retten, natürlich. Ein spannenderer Club wird die TSG durch ihn aber nicht werden. Und Stevens‘ Beraterfunktion auf Schalke, der JHV-Coup des Clemens Tönnies, liegt damit auch ab sofort auf Eis. Aber das hatte Huub Stevens ja bereits zeitig angekündigt.
 

Johannes Geis wurde nach seinem Foul an André Hahn vom DFB für 5 Spiele gesperrt, wettbewerbsübergreifend. Da ich am Abend zuvor von den Erben Collinas erfuhr, dass eine wettbewerbsübergreifende Sperre nur in extrem schwerwiegenden Fällen ausgesprochen würde, und da ich das Foul weiterhin für sehr übel aber unabsichtlich erachte, fühlte sich das Strafmaß für mich zunächst ungerecht an. Nach einem ersten sacken lassen halte ich es für weise.
Ich zweifle nicht daran, dass André Breitenreiter die Wahrheit sagte als er beschrieb, dass Johannes Geis nach dem Spiel selbst „völlig fertig“ in der Kabine gesessen habe. Sowas beschäftigt einen Spieler. Es wäre nicht gut gewesen, wenn Geis nur 3 Tage später gegen den gleichen Club aufgelaufen wäre, und ich hätte André Breitenreiter auch zugetraut von sich aus auf Geis zu verzichten, um den Spieler zu schützen.

Ich halte 5 Spiele Sperre für ein dem Foul angemessenes Strafmaß. Ich finde gut, dass die Sperre sofort beginnt und dass sie Johannes Geis die nötige Auszeit aufdrückt. Dass durch den wettbewerbsübergreifenden Status die Partie gegen Gladbach gleich ein Spiel vom Konto nimmt, ist so gesehen ein eher positiver Umstand.
 

Am vergangenen Freitag wurde in Dortmund das „Deutsche Fußballmuseum“ eröffnet. Obwohl darin die Sponsoren des DFB omnipräsent sind, muss der Besucher 17 Euro berappen. Obwohl der DFB als reichster Einzelsportverband der Welt erachtet wird, belastete der Bau des Museums die Steuerzahler erheblich. Für das ZDF Magazin WISO beleuchteten Thomas Münten diese Umstände. Sehr sehenswerte 9 Minuten, die für 7 Tage in der ZDF Mediathek nachzuschauen sind.
 

Meister Schalker Gefühlswelten

Norbert Elgerts U19 gewinnt 3:1 gegen die TSG Hoffenheim, wird Deutscher A-Jugend-Meister und beschert den Fans einen grandiosen Abend!

Hoffenheim war Favorit und konnte das auch auf dem Rasen in den ersten 30 Minuten deutlich machen. Mir grandiosem Pressing setzte man Schalkes nervös wirkende Hintermannschaft immer wieder unter Druck. Aber Schalke bäumte sich auf. Elgert wechselte und die Blauen merkten noch vor der Halbzeit, dass da was geht, dass Hoffenheim verwundbar ist, wenn man denn nur erst mit Ball ins Angriffsdrittel kam. Fortan wirkten sie wie losgelassen, mit der Unterstützung von 12.000 Schalkern im Wattenscheider Lohrheidestadion. Schalkes U19 überrollte Hoffenheim und gewann am Ende sehr verdient den Titel.

Ein Spiel wie ein Wundpflaster für königsblaue Seelen.

Eine Mannschaft, die wirklich alles daran setzte, ihr Ziel zu erreichen. Die eben sowohl gut, als auch sehr emotional agierte. Die sich antreiben ließ, von einem Publikum, dass diese Rolle liebte, das nach solchem Fußball dürstete und unbedingt ein Teil des Erfolges sein wollte. Fußball, wie er sein sollte. Wie Fans sich ihn wünschen. Und wie man ihn bei den Profis dieses Clubs leider immer und immer wieder vermisst.

Mit Fünferkette und Zauberzwerg

Zum Glück hat Schalke mit 5er-Kette gespielt, beim 3:1 Sieg über Hoffenheim.

Man müsse alles überdenken, sagte Roberto Di Matteo nach dem indiskutablen Auftritt seiner Mannschaft im Derby. Die von ihm eingeführte Fünferkette war dabei, zum Symbol für risikoarmen Fußball ohne Offensivspiel zu werden. Dass es auch mit dieser Formation schon gute offensive Ansätze zu sehen gab war egal, viele mögen Fußball einfach. Gegen Hoffenheim spielte Schalke offensiv, erzielte drei Treffer. Wäre dies mit einer Viererkette geschehen, es hätte Schalkes Öffentlichkeit einen neuen „Glaubenskrieg“ beschert. Dieser bleibt nun aus.

Die taktische Aufstellung ist nur ein Gerüst. Mit der entsprechenden Spielweise lässt sich nahezu jede Formation beliebig offensiv oder defensiv interpretieren. Gegen Hoffenheim hatte Schalke die gleiche Anzahl an nominellen Offensivspielern auf dem Platz wie in den Spielen zuvor, sie waren in der gleichen Formation angeordnet, und doch war vieles anders. Schalke war bei gegnerischem Ballbesitz nicht so passiv wie zuletzt, störte früher. Man stieß nach Ballgewinnen mit mehr Spielern vor. Damit ging man ein gewisses Risiko ein, da so immer wieder recht große Räume im Mittelfeld entstanden. Dieses Risiko wurde aber belohnt. Schalke konnte sein Offensivspiel durchsetzen, konnte den Ball vorne halten, und nach Ballverlusten funktionierte auch das Absichern der Lücken im Mittelfeld durch Höger und Meyer recht gut.

Überhaupt war Max Meyer natürlich der auffälligste Spieler auf dem Platz und man hört nun schon wieder Rufe, dass, wenn er doch nur mehr hätte Spielen dürfen, alles sicher besser gelaufen wäre, in den letzten Wochen. Auch das halte ich für eine starke Vereinfachung des Geschehens.

Max Meyer hat ein tolles Spiel gemacht, aber er wurde diesmal auch geeignet von Eric Maxim Choupo-Moting unterstützt. Max Meyer ist ein riesiges Talent, aber auch er hatte in dieser Saison schon mehrere Einsätze in denen er sich mit seiner Technik nicht durchsetzen konnte, in denen er blass blieb, die Bälle zu lange hielt und wenig effektiv agierte.

„Du gewinnst nie allein“ ist auf Schalke regelmäßig zu lesen. Nicht mit einem bestimmten Spieler, auch nicht „allein“ mit einer bestimmten Formation oder Spielweise. Gegen Hoffenheim passte lange fast alles, Schalke gewann verdient. Und doch: Kaum verlor Schalkes Spiel gegen Ende etwas an Intensität, fand die TSG auch Lücken, kam zu einem Treffer und stand kurz davor, dass Spiel nochmal spannend werden zu lassen. Fußball ist ein durchaus komplexes Spiel. Aber nun ja, deshalb lässt sich auch so prima darüber diskutieren …



Foto: Tomek Bo

Alles wie immer: Horizont Hoffenheim

Wenn’s stürmt und der Gegenwind rau ist, wenn einem vom ständigen hoch und runter übel wird, braucht man einen Fixpunkt. An Deck eines Schiffes ist das der Horizont. Für Schalke ist das nun Hoffenheim.

Nein, ich bin kein „ob 0:1 oder 0:3 ist doch egal“-Typ. Natürlich kann man ein Derby verlieren, aber das Wie war arg enttäuschend. Die Schalker Darbietung war unwürdig, war weniger als nur den eigenen Ansprüchen nicht angemessen. Das gilt es aufzuarbeiten, wobei das Akute von Roberto Di Matteo behandelt und das Grundsätzliche von Horst Heldt beurteilt werden muss.

Aber jetzt kommt Hoffenheim, daran gilt es sich auszurichten.

Schalke startete mit einer gefestigten Defensive in die Rückrunde, in der …

Wat? Keine Lust auf Wiederholungen?

Zugegeben, das alles stand hier auch schon heute vor einem Jahr. Und wieder ist Markus Gisdol zuzutrauen, Schalkes Schwächen auszunutzen, und wieder gilt es zu hoffen, dass Schalkes Trainer die Löcher stopft. Die sich ewig um sich selbst drehende, große, königsblaue Kugel, der Schalker Planet.

Vor einem Jahr schlug Schalke die TSG letztlich mit 4:0. Diesbezüglich wäre eine Wiederholung nicht schlecht. „Schalke bringt sich wieder in die Spur“ schrieb kicker damals. Ja, das brauchen die Blauen diesmal auch.



Hattip @ rolf

Schalkes Saisonstart: Fußball auf Aufsteiger-Niveau

Nach dem schwachen Spiel gegen Maribor enttäuscht Schalke auch in Hoffenheim und verliert 2:1. Von 21 möglichen Punkten in drei „englischen Wochen“ gewann Schalke nur 9. Die guten Nachricht zur Oktober-Länderspielpause lautet: Sowohl in der Champions League, als auch in der Bundesliga sind die Ziele „Achtelfinaleinzug“ und „Champions League Qualifikation“ weiterhin möglich. Die schlechte ist: Spielerisch zeigt sich Schalke auf einem rudimentären Level.

Schalkes Fußball sieht gut aus wenn der Gegner das Spiel macht, wenn man von Beginn an aus einer eng stehenden Defensive agiert, wenn man diese auch bei Gegenstößen beibehält und nicht zu weit aufrückt. Das ist so ungefähr das, was man von Clubs erwartet, die gerade in die Bundesliga aufgestiegen sind. Steht der Gegner selbst tief – wie Frankfurt – oder weiß er ein vernünftiges Pressing aufzuziehen – wie Hoffenheim – kommt Schalke nicht zurecht. Sowohl im Spielaufbau unter Druck, als auch im Offensivspiel ab 30 Meter vor des Gegners Tor, zeigte sich Schalke zu Beginn der Saison 2014/2015 wiederholt planlos.

Die Mannschaft Hoffenheims wusste ziemlich genau, wie sie gegen Schalkes Spielaufbau vorgehen musste. Ballführende Innenverteidiger ließ man relativ weit nach vorne stoßen, der erste ihrer Passempfänger wurde massiv attackiert und zu Ballverlusten gebracht. 5 Minuten sah Schalke in diesem Spiel gut aus, danach war es eine Taktiklektion. Da Schalkes Linksverteidiger Christian Fuchs – wie immer – bei Ballbesitz weit aufrückte, stieß Hoffenheim immer wieder nach Balleroberungen schnell über die rechte Seite nach vorne. Kein Schalker Trainer, der seinen Außenverteidiger zurückpfiff, keine defensive Mittelfeldspieler, die diese Lücke füllten, ein Roman Neustädter, der sich wieder und wieder alleine mehreren Angreifern gegenüber sah. Schalke spielte zunehmend unsicher, machte viele Fehler und agierte in der Offensive umständlich. Am Ende war das 1:2 schmeichelhaft. Spielerisch war‘s ein 0:5.

Hoffenheims Pressing lag Schalke nicht. Schalke ist derzeit aber von der Spielweise des Gegners abhängig. Schalkes Spiel ist nicht komplett, Schalkes Spiel sind nur 50%. Defensiv ordentlich stehen und nach Ballgewinn flott nach Offensive umschalten funktioniert recht gut. Nach Ballverlust in Defensive umschalten und mit eigenem Offensivspiel eine organisierte Defensive auseinanderzuspielen funktioniert schlecht. Schalkes Mannschaft weiß zu kämpfen und Schalke hat mehrere Spieler, die mit Einzelleistungen glänzen können. Das reicht, um ab und an zu jubeln. Dem Gegner aber das eigene Spiel aufdrängen, dazu ist Schalke nicht in der Lage. Ein „aktives eigenes Spiel“ hat Schalke nicht.

Deshalb stehen Achtungserfolgen gegen spielstarke Gegner immer wieder Enttäuschungen gegen vermeintlich schwächere, zumindest aber weniger aktive Mannschaften gegenüber. Schalke wird sich weiter durchwurschteln. Mal hier und mal da punkten um dranzubleiben, auf einen eigenen Stil verzichten und auf geeignete Umstände hoffen. Eine Ausnutzung von Torchancen nahe 100% ist zwar unrealistisch, trotzdem hieß es auch nach einem Spiel von so deutlicher Unterlegenheit wie in Hoffenheim allenthalben, hätte man die frühen Chancen doch genutzt, so wäre alles anders verlaufen. Ja, das stimmt wohl. Hätte man nur. Schade. Vielleicht ja gegen Hertha. Ma’kucken.

Missverständnis beendet: Szalai verlässt Schalke 04

Offiziell bestätigt ist noch nichts, allerdings sind sich die Medien einig und die Umstände sind nachvollziehbar, daher gehe ich davor aus, dass es stimmt: Adam Szalai wechselt nach nur einer Saison auf Schalke zur TSG Hoffenheim. Die Ablösesumme soll um die 6 Millionen Euro betragen. Als neuen Stürmer verpflichtet Schalke den vorherigen Mainzer Maxim Choupo-Moting ablösefrei.

Schalke trenne sich von Adam Szalai, weil seine Spielanlage der von Klaas-Jan Huntelaar zu ähnlich sei, ist nun zu lesen. Das stimmt sicherlich. Das stimmte allerdings auch schon vor einem Jahr.

Damals machte gerade die Ähnlichkeit der Spielanlage Adam Szalai zum perfekten Backup für Klaas-Jan Huntelaar. Es war klar, dass der Wechsel nach Gelsenkirchen für den Ungarn nicht leicht werden würde. Champions League hatte er zuvor noch nie gespielt, die Hoffnung war, dass er von Klaas-Jan Huntelaar lernen kann. Da sich der Niederländer allerdings früh schwer verletzte, musste Adam Szalai gleich von 0 auf 100 durchstarten. Bis zur Winterpause kam er auf 30 Pflichtspieleinsätze, ein Halbjahr mit einer solch hohen Belastung gab es für ihn in seiner Karriere zuvor nicht. Anfangs lief es ordentlich, dann ließ er mehr und mehr nach. Als Klaas-Jan Huntelaar nach der Winterpause wieder zurück war, wurde Adam Szalai bis April nur noch minutenweise eingesetzt. Eine Halbzeit, in der er gemeinsam mit Huntelaar auf dem Platz gestanden hätte, gab es nie.

Nun also Maxim Choupo-Moting. Ein toller Spieler, der allerdings auch noch nie Champions League gespielt hat, für den Schalke 04 auch einen beträchtlichen Karriereschritt bedeutet. Ich hoffe inständig, Horst Heldt und Jens Keller sind sich diesmal darüber im Klaren, was für einen Spieler sie verpflichtet haben und wie sie ihn einsetzten wollen.