Heute heiter bis wolkig

23. Oktober 2008, Torsten Wieland

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So. Und „was sagt uns nun dieses Spiel“?
Es wird ja immer interpretiert. Seit dem neuen Trainer noch mehr.
Was kann diese Mannschaft leisten? Kann sie ohne „10er“ offensiv spielen? Ist die Abwehr noch so gut wie ihre Namen? Inwieweit war die Schwäche des Gegners „schuld“ an der Leistung?

Ermüdend.
Heute war die Defensive schwach. Heute lief das Spiel nach vorne flüssig. Heute spielten Kobiashvili und Kuranyi stark, heute brachten Altintop, Farfan und Jones ansprechende Leistungen. Heute war Engelaar keine Verstärkung und heute war Rakitic, nachdem er endlich mal wieder im zentralen, offensiven Mittelfeld wirken durfte, zwar engagiert, besondere Situationen konnte er aber nicht kreieren.

Gegen Bielefeld kann das alles schon wieder ganz anders sein.
Als das große Rätsel des Spiels bleibt nur die Frage, wieso nicht Trainer Fred Rutten, nicht Co-Trainer 1 Mike Büskens, nicht Co-Trainer 2 Youri Mulder oder nicht sonst irgendeine, für Taktik insgesamt oder Verteidigung im Speziellen zuständige Person, sondern Torwarttrainer Oliver Reck dem eingewechselten Innenverteidiger Benedikt Höwedes am Spielfeldrand die letzten taktischen Anweisungen mit auf den Weg gab.

Dies ist eine schöne Frage, die dem Trainer nach dem Spiel hätte gestellt werden können. Stattdessen wurde die Zeit mit belanglosen Fragen vertan wie der, ob sich Kuranyi heute von einer Last befreit hätte. Kokolores. Tore schießen soll er.

Mit Spaß in Europas 2. Liga

7. Oktober 2008, Torsten Wieland

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Sicher, es ist „nur“ der UEFA-Cup. Keine Champions weit und breit, und der Spielmacher hat vollkommen recht, Gefasel aus der Schalker Ecke abzufieseln. Aber dennoch: Diese Gruppe sieht doch nach was aus, da kann man sich doch drauf freuen, oder?!

Je ein Gegner aus England, Spanien und Frankreich, dazu aus Holland Overijssel den passendsten aller niederländischen Gegner. Clubs, die einem durchaus einfallen wenn man an Fußball denkt. Schalke hätte auch Heerenveen, Braga und Zilina zugelost bekommen können. So ist’s schon besser.
Allesamt Gegner, gegen die nicht automatisch gewonnen wird. Aber alles auch Gegner, gegen die die Königsblauen gewinnen können sollten, wenn sie tatsächlich ein Club sein wollen, der in der Regel in der Champions League dabei ist und dieses Jahr als Ausnahme versteht.

Nun also eine „Einfachrunde“, und aus jede der 8 Gruppen kommen die jeweils ersten drei Clubs weiter. Danach folgen weitere 5 Runden im KO-Modus.
In der ersten dieser 5 Runden spielen die Gruppensieger gegen die Gruppendritten und die Gruppenzweiten werden dem degradierten Champions League-Ausschuss zugelost. Auch in dieser Runde kann Schalke noch nicht gegen Werder Bremen spielen, die strikte Ländertrennung wird erst in der 2. KO-Runde aufgehoben. Käme Schalke ins Finale, hätte es am Ende der Saison 19 Europapokalspiele bestritten. Aber na ja …

Los geht’s erstmal gegen Claude Makelele, Mateja Kežman und ihrem PSG. In zwei Wochen auf Schalke. Ma’kucken.