Artikel zum Schlagwort ‘VfB Stuttgart’

Schwierige Situation nach einfachem Spiel

Schalke 04 siegt mit 3:1 gegen den VfB Stuttgart. Es sei ein einfaches Spiel gewesen, sagte Klaas-Jan Huntelaar im Aktuellen Sportstudio. Das kann man unterschreiben. Schalke gewann verdient, und trotzdem bleibt nicht nur Freude. Nach der Verletzung Benni Höwedes’ gehen Schalke die flexiblen Defensivspieler aus.

Klare Angelegenheit gegen Stuttgart

Defensiv machte Schalke in diesem Spiel fast alles richtig. Huub Stevens Entscheidung, Joel Matip ins defensive Mittelfeld zu beordern, war goldrichtig. Matip bewies einmal mehr seine überragende Übersicht und sein taktisches Verständnis. An seiner Seite war Höger fleißig, die Räume zwischen dem Mittelfeld und der Abwehrkette waren eng, für Stuttgart zu jeder Zeit deutlich zu eng.

Wie schon Werder Bremen am Ende der Hinrunde schaffte es auch der VfB Stuttgart nicht, sich auf den Flügeln einen Vorteil zu verschaffen; die eigentlich aussichtsreichste Variante gegen Schalke 04. Schalkes Außenverteidiger Uchida und Fuchs wurden bei ihrer Defensivarbeit ausreichend gut von den Vorderleuten unterstützt. Man hatte eigentlich nie das Gefühl, dass Stuttgart gefährlich werden konnte. Nahezu alle halbwegs gefährlichen Bälle in Richtung des Tores von Lars Unnerstall resultierten aus Schalker Querschlägern, aus unglücklichen Umständen – Stuttgarter Kombinationen waren kaum zu sehen. Und so war das Tor der Schwaben, drei Minuten vor Schluss, auch kaum ein Grund zum ärgern. Eher war es ein Resultat des abgefallenen Drucks auf Schalker Seite, nach dem das Spiel durch den dritten Schalker Treffer entschieden war.

Die Offensive verdiente sich lange weniger Lob. Es fing toll an, in den ersten Minuten attackierte man Stuttgart früh und suchte den schnellen Weg zum Tor. Das ließ allerdings bereits nach 10 Minuten nach. Man führte 1:0, lies Stuttgart kommen, erfreute sich an deren Harmlosigkeit und richtete sich ein.

Ohne Lewis Holtby fehlte ein „Verbinder“ zum Angriff. Wie immer war Raúl überall, hinter Klaas-Jan Huntelaar war allerdings häufig ein riesiges Loch. Dort fehlte eine Anspielstation für die tief stehenden Matip, Höger oder auch Fuchs. Der Ball wurde eher umständlich und zu langsam in die Spitze gebracht. In der ersten Halbzeit war die Offensive eher mau.

In der zweiten Hälfte spielte Stuttgart höher, bot im Rückraum dadurch naturgemäß mehr Platz, und Platz ausnutzen ist die größte Stärke der Schalker Offensive. Julian Draxler trieb an, Raúl und Huntelaar zogen mit, Chinedu Obasi machte alles in allem einen ordentlichen Eindruck. Schalke hätte in der zweiten Hälfte, den Chancen entsprechend, drei Tore mehr machen müssen. Dass das nicht gelang ist schade und keineswegs egal, da es nicht völlig abwegig ist, dass es beim Kampf um die Plätze in der Tabelle am Ende aufs Torverhältnis ankommt. Bezüglich des Spiels gegen Stuttgart ist es aber sicher kein Grund, sich zu ärgern. Da hallt der Klang des wundervollen 3:0 deutlich länger nach.

Ausgerechnet Höwedes

Wirklich ärgerlich hingegen ist der Ausfall Benedikt Höwedes’. In diesem Fall ist ein „Augerechnet“ angebracht, ist Höwedes doch der vielseitigste Defensivspieler im Schalker Kader. Nachdem durch den Jones-Ausfall Joel Matip im defensiven Mittelfeld gebunden ist, bleiben für die Innenverteidigung nur noch Christoph Metzelder und Kyriakos Papadopoulos übrig. Das ist zu wenig. Mit einer solch dünnen Stelle im Kader einen längeren Zeitraum zu überbrücken ist so risikoreich, dass es fahrlässig wäre, würde Horst Heldt bei noch geöffnetem Transferfenster nicht über eine Verstärkung nachdenken.

Einen passenden Spieler zu finden, dürfte aber schwierig sein. Grundsätzlich ist der Kader in diesem Bereich gut besetzt, das Problem entstand durch widrige Umstände, nicht auf Grund einer zu korrigierenden Fehlplanung. Mit Papadopoulos, Matip und / oder Höwedes ist die Innenverteidigung sowohl gut, als auch jung besetzt. Für das defensive Mittelfeld kommt im Sommer Roman Neustädter dazu, auch hier gibt es spätestens dann keine Lücke mehr. Ob man nun also nach einem gestandenen Spieler sucht, der einen qualitativ nach vorne bringt, allerdings viel Geld kostet und einem der derzeitigen Spielern die Zukunft raubt, oder ob man nach einem Feuerwehrmann sucht, der besser als eine interne Notlösung ist, aber nach der Rückkehr der ausgefallenen Spieler überflüssig wird; alle Szenarien haben großes Daneben-Potenzial.

In dieser Situation ist die Ruhe Huub Stevens’ sehr viel Wert. Nach dem Spiel gegen den VfB wurde er zu einer möglichen Vertragsverlängerung mit Raúl gefragt. Es gäbe Gerüchte, dass man kurz vor einer Einigung stehe, ob er dazu nicht was sagen könne. Nein, das sei Sache des Vereins, sagte Huub Stevens. Ein Trainer habe auf den Trainingsplatz zu gehen und zu versuchen, aus den Spielern die da sind, das Beste zu machen. Während diese Aussage bezüglich des Falls Raúl nur sympathisch war, ist sie bezüglich der geschilderten Defensivsituation großartig. Was Stevens taktisch aufs Feld bringt erscheint mir oft zu unflexibel, darüber habe ich bereits häufiger geschrieben. Jetzt ist es an der Zeit, den Pragmatismus zu loben, mit dem er Probleme angeht. Das ist Huub Stevens’ Stärke und die ist genau jetzt mehr denn je gefragt.

Wörtlich: Dr. Christos Papadopoulos

Mirko Slomka hat fortgesetzt, was Ralf Rangnick begonnen hat und die Mannschaft im Europapokal etabliert. Dadurch hat im Verein eine Evolution stattgefunden. Man hat sich mit den Großen gemessen. Nach Mirko war der Club in der Lage, wirtschaftlich und sportlich mit der Spitze der Liga mitzuhalten.

Eine Aussage, über die ich erstmal nachdenken muss. Bislang habe ich das völlig anders gesehen.

Dr. Christos Papadopoulos war von 2000 bis zur Verpflichtung Felix Magaths und dessen Trainerstab Konditions- und Reha-Trainer auf Schalke. Heute arbeitet er beim VfB Stuttgart und wurde anlässlich des Spiels zwischen Schalke und den Schwaben von der Stuttgarter Zeitung zu einigen „Schalker Typen“ befragt.

Enttäuscht, nicht hoffnungslos

VfB Stuttgart – Schalke 04 3:0 | Enttäuscht, nicht hoffungslos

Schalke verliert 0:3 in Stuttgart und zur Leistung der Königsblauen gibt es keine zwei Meinungen; sondern 1904. Von „grottenschlecht“ bis „eigentlich gut, nur Pech im Abschluss“ habe ich seit Samstag, 17:15 Uhr so ziemlich alles gehört oder gelesen. Ich selbst war enttäuscht, will mir die Hoffung aber nicht nehmen lassen.

Ich finde nicht, dass Schalke gut gespielt hat. Auch nicht bis zum 0:1. Schalke hatte vielleicht mehr Ballbesitz und man konnte auch sehen, dass Ralf Rangnick Pressing verordnet hatte. Aber alles war langsam, nichts war ausreichend aggressiv, nichts war so, als dass Sammer es mit „gallig“ hätte beschreiben können. Vielleicht könnte man es mit „einstudiert, aber nicht gelebt“ umschreiben. Schalke konnte Stuttgart nicht mit Tempo überraschen, weil man entweder das Tempo nicht auf den Rasen brachte oder die Ausführung der Spielzüge zu schlampig war.

Das Jermaine Jones neben Joel Matip auf der 6er-Position eingesetzt wurde, fand ich zunächst eine gute Idee. Jones hat Schwächen mit dem Ball am Fuß, aber defensiv, auch in Sachen Balleroberung, ist er ein toller Spieler. Funktioniert hat der zentrale Defensivverbund trotzdem nicht. Weil mit Höwedes, Papadopoulos und Matip um Jones herum gleich drei Spieler völlig neben der Spur waren. Und weil in der zweiten Hälfte genau der eine, defensiv ordentliche Jones, als alleiniger 6er, hinter den aufgerückten Holtbys und Moraveks den Bälleverteiler geben musste. Eben genau das, was er nicht kann.

An Lewis Holtby lief das Spiel genauso vorbei wie an Joel Matip, oder wie an Raúl. An Holtby flog der Ball auch beim 0:1 vorbei. Überhaupt, wieso der Gegner so häufig in der Zone bis 7 Meter vor Ralf Fährmann mit dem Kopf an den Ball kam, wieso da nie irgendwo ein Innenverteidiger zu sehen war, muss bis kommenden Samstag dringend geklärt werden.

Trotz aller Unzulänglichkeiten und trotz des deutlichen Ergebnisses würde ich das Spiel aber dennoch als unglücklich gelaufen verbuchen. In der zweiten Halbzeit, beim Stand von 0:1, durch Umstellungen die Offensive zu stärken, kann ich nur gutheißen. Ich erinnere mich an viele, zu viele Spiele, in dem ach so „ruhig“ oder „auf die Chance lauernd“ weitergespielt wurde, und ich mich bis zum Abpfiff fragte, wann es denn losgehen sollte. Es hat nicht funktioniert. Die Chancen, die Schalke hatte, wurden kläglich vergeben, die Fehler, die in der Defensive gemacht werden konnten, wurden gemacht.

Schalke hat nicht gut gespielt, die Mannschaft hat nicht funktioniert, weil zu viele Einzelspieler wirklich schlechte Leistungen abgeliefert haben. Der erste Spieltag. Obwohl gebranntes Kind, werte ich es als Momentaufnahme.

Blick nach unten

Schalkes Blick nach unten

Vor zwei Wochen verlor Schalke 04 beim Tabellenletzten. Samstag verlor Schalke 04 beim Tabellenvorletzten. Die Fehlentscheidung von Schiedsrichter Brych gab Anlass zum Ärgern. Es besteht allerdings die Gefahr, dass das vom Wesentlichen ablenkt. Bis zu einem Abstiegsplatz sind es nur 5 Punkte.

Ja, der Schiedsrichter hätte in der 14. Minute Pogrebnyaks Foul an Höwedes pfeifen müssen. Vielleicht hätte Schalke dann gewonnen. Er pfiff aber fasch, stellte Höwedes vom Platz und heute ist es müßig darüber zu diskutieren, ob Schalke nun in Unterzahl Moral bewiesen hat oder nicht, ob sie mit 11 Mann guten Fußball gezeigt hätten oder nicht, ob man auch in Unterzahl mehr hätte erwarten können oder nicht. Schalke hat verloren.

Restprogramm des FC Schalke 04Waren es letzte Wochen noch 6 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und 8 Punkte Vorsprung auf Platz 17, sind es heute nur noch 5 Punkte Vorsprung auf den Platz der zum direkten Abstieg verurteilt.
Schalke hat in dieser Rückrunde erst zwei Spiele gewonnen. 5 der 9 ausstehenden Spiele finden Auswärts statt. Schalke muss noch gegen eine ganze Reihe Clubs antreten, denen, ebenso wie Gladbach und Stuttgart, das Wasser bereits seit einiger Zeit bis zum Halse steht, die auf Clubs mit Larifari-Fußball warten.

Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen. Schalke ist, wenn man so will, Tabellenführer der Abstiegsgefahrzone. Schalke hat kein gutes, aber in dieser Zone das beste Torverhältnis. Trotzdem muss die Situation meines Erachtens ernst genommen werden. In dieser Liga ist man entweder oben dran oder unten drin. Zu glauben, dass man die Saison auslaufen lassen kann weil es nach oben keine Ziele mehr gibt, dass man „en passant“ ausreichend viele Punkte abbekommt, um sich auf Champions League- und Pokalspiele konzentrieren zu können, ist sehr gefährlich. Nach den Erfahrungen der letzten Spiele gehört nicht viel Phantasie dazu, um sich auszumalen, dass Theofanis Gekas gerade in Gelsenkirchen die ersten Tore der Frankfurter Eintracht im Jahr 2011 erzielen wird. Im Fall der Fälle ist dann bereits in Leverkusen die Kacke so richtig am dampfen. Nein, man muss nicht unken. Aber den Blick nach unten richten muss man schon.



Foto: Amaury Henderick

ESR jetzt mit „The Royal Blue Walnut“ als Wanderbrain

Vor rund 13 Monaten erfand sich ESR irgendwie selbst. Nun endlich wird es um einen Preis bereichert. So virtuell und irgendwie schräg wie das ganze Spiel, dürfen sich die dreifach Wissenden nicht mehr nur „Magath-Into-The-Brain-Kucker“ nennen, ab sofort erhalten sie auch noch „The Royal Blue Walnut“ als Wanderbrain dazu!
Gestiftet wurde dieser Preis von elmonolocoenelojodeltigre, dem Sieger der letzten Runde. Erfolgstrunkenheit lässt manche Menschen außergewöhnlich handeln. Vielen Dank dafür!

Ob dieses Preises und ob des Erfolgs in München fällt es schwer, sich auf das Spiel in Stuttgart zu konzentrieren. Stuttgart ist ohne Zweifel spannend. An punktearme Hinrunden hat man sich längst gewöhnt, also schaut man immer wieder auf die Tabelle und wartet, dass es losgeht. Man schaut, und wundert sich. Man denkt, dass die doch nicht … aber tatsächlich sieht es nun, zehn Spieltage vor Saisonende, immer noch sehr schlecht aus.

Schalke einschätzen geht kaum. Es braucht Punkte, um nicht noch in übles Fahrwasser zu geraten. Aber das Spiel in München war schwer und am Mittwoch geht es um den Einzug ins Champions League Viertelfinale. Ich vermute Felix Magath wird die Mannschaft auf einigen Positionen verändern. Ich hoffe auf Gavranovic in der Startelf. Eingewechselt werden dann …

Draxler
Kluge
Sarpei



Was ist Einwechelspieler-Raten?
Tippabgabe bis Samstag, 14:30 Uhr. Bitte die drei Spielernamen im Kommentarfeld als erstes und untereinander notieren. Das macht mir die Erfassung erheblich einfacher. Für „echte Kommentare“ unter den getippten Namen bin ich wie immer dankbar.

Sauer, nicht enttäuscht

FC Schalke 04 - VfB Stuttgart 2:2

Durchpunkten? Pustekuchen. Schalke kann auch das Heimspiel gegen den Tabellenletzten nicht gewinnen. Neuer Trainer hin oder her, war ich bislang nach den schlechten Ergebnissen des FC Schalke 04 enttäuscht, war ich Samstag richtiggehend sauer. Samstag lag es nicht an irgendwelchen Verunsicherungen oder mangelndem Spielverständnis einer noch nicht eingespielten Mannschaft. Samstag ruinierten eigene Unzulänglichkeiten das Spiel. Das beobachten zu müssen fand ich schlicht fürchterlich.

Schalke war engagiert und willens, dieses Spiel zu gewinnen. Das ist das Beste und einzig Positive, was mir zu diesem Spiel einfällt. Schalke spielte nach vorne, aber dass das so fürchterlich uneffektiv von statten ging war kein Pech und lag auch nicht an der starken Stuttgarter Verteidigung. Es lag daran, dass zum erbrechen viele Pässe zu kurz kamen oder 5 Meter am Mitspieler vorbei gingen. Daran, dass die Blauen unerträglich häufig den entscheidenden Schritt später als der Gegner zum Ball kamen. Das alles so langsam ist. Das alles so hölzern und unpräzise ist. Und dass alles so körperlich schwach erscheint, so altherrenhaft. Überall, vorne wie hinten.

Die Hintermannschaft hat sich seit Saisonbeginn um keinen Deut verbessert. Jeder Steilpass des Gegners in Schalkes Hälfte ist ein potenzieller Sololauf auf Manuel Neuers Tor. Samstag hatte Schalke noch Glück, mal stand ein Stuttgarter im Abseits, mal war ein Pass zu lang, einmal klärte Christoph Metzelder in Schulterhöhe mit der Hacke. Was spektakulär aussah war aber nur Ausdruck der Unnormalität dieser Defensive. Ohne Metzelders Glücktreffer hätten einmal mehr weder er noch Schmitz eine Chance gehabt, den Gegner einzuholen.

Vielleicht setzt sich das spielerische Potenzial Jurados ja noch durch. Solange er aber weiter vergeblich darauf hofft, nach Körperberührung Freistöße zugewiesen zu bekommen, wird das nichts. Immerwieder bleibt er stehen, lamentiert, mal fällt er, mal hebt er den Arm und erreicht doch nur, dass der Schiedsrichter ihn auch dann nicht mehr ernst nimmt, wenn er tatsächlich auch nach Bundesligastandard gefoult worden ist. Raúl ist dahingehend weiter. Auch Samstag lief er viele Kilometer, aber für das unstrukturierte Geflipper im Mittelfeld der Königsblauen war er einfach zu langsam. Hatte er im Strafraum mal den Ball am Fuß wurde es gefährlich. Außerhalb des Strafraums sah Raúl kein Land und schaute regelmäßig traurig dem Geschehen hinterher.

Unzählige Flanken segelten von rechts nach links und von links nach rechts über die Mitspieler hinweg. Dass sie überhaupt aus dem Halbfeld derart irgendwie nach vorne geschlagen wurden war Ausdruck purer Verzweiflung, die Offenbarung, dass man einfach nicht in der Lage war, Klaas-Jan Huntelaar den Ball geeignet in den Fuß zu spielen. Der Torjäger musste einem leidtun.

Schiedsrichter Meyer wollte keinen Strafstoß geben. Dass ein Linienrichter in solch einer Situation einen Strafstoß wegen Trikotziehens durchsetzt ist nicht alltäglich, da kann man froh sein. Der gleiche Linienrichter hatte in der ersten Halbzeit zu Unrecht dem VfB Stuttgart wegen angeblicher Abseitsposition das 2:0 verwehrt. So gesehen hat Schalke sogar noch Massel gehabt. Ich kann mich nicht drüber freuen. Ich fand Schalkes Vorstellung erbärmlich.

Erich Vogel über Christian Gross und den Manager des VfB

Ich glaube schon, dass man Christian Gross noch etwas Zeit gibt. Er hat ja in der Rückrunde eine unglaublich gute Serie hingelegt. Aber die Entscheidung, ihm einen Manager vor die Nase zu stellen, ist nicht ganz unproblematisch. Auch wie sich dieser aufführt, vom ersten Tag an immer in den Medien, da kenne ich Christian Gross gut genug, so was schätzt er nicht.

Ein Manager muss sich bewusst sein: Wenn er über Spieler spricht, nimmt er immer automatisch die Autorität des Trainers. Der Trainer wird sofort infrage gestellt. Die Journalisten gehen zum Manager. Da muss nur ein Minimum nicht übereinstimmen und schon beginnen die Probleme. Natürlich braucht es Manager, außer man hat das englische Modell. Aber wenn man den typischen Sportchef hinzu holt, ist es dessen wichtigste Aufgabe den Trainer stark zu machen. Er muss ihm den Rücken frei halten. Bezüglich Stuttgart habe ich nicht hundertprozentig dieses Gefühl.

Erich Vogel, vor 10 Tagen bei Servus TV