Artikel zum Schlagwort ‘VfL Bochum’

Wörtlich: Jörg Neubauer

Es gibt eine Ausstiegsklausel. Punkt.

Der Mann ist Spielerberater, unter anderem eben von Leon Goretzka, um dessen Vertrag es bei dieser Aussage geht. Jörg Neubauer ist ein sehr erfahrener Mann, die Liste der von ihm beratenen Spieler ist imposant. Wir können davon ausgehen, dass er weiß, wie eine Ausstiegsklausel formuliert zu sein hat.

Laut Peter Müller und Stefan Rebein (WAZ) soll die für die besagte Ausstiegsklausel fällige Ablösesumme bei rund 2,8 Millionen Euro liegen. Da muss einem der VfL Bochum fast schon ein bisschen leidtun.



PS: In der verlinkte Liste fehlt Goretzka, da Spieler unter 18 von transfermarkt.de diesbezüglich außen vor gelassen werden.

Die Trainer seit Schaaf

Otto Rehhagel ist neuer Trainer bei Hertha BSC. Sein letzter Bundesligajob liegt schon einen Weile zurück, von 1996 bis 2001 trainierte er den 1. FC Kaiserslautern. In diese Zeit fiel es, dass in „seinem Club“, dem SV Werder Bremen, nach vier Jahren des Orientierungslosigkeit, Thomas Schaaf den Trainerposten übernahm.

Am 11.05.1999 saß Schaaf erstmals als Cheftrainer auf der Bremer Bank. Er gewann 1:0, gegen Schalke 04, gegen Huub Stevens. Außer Huub Stevens sah Schalkes Trainerbank seitdem 11 andere Verantwortliche. Seit Schaaf in Bremen das Sagen hat, warteten 30 andere Bundesligaclubs mit insgesamt 192 Trainern auf.

Für Hertha ist Otto Rehhagel nun der 13. Verantwortliche in 13 Jahren Erstligazugehörigkeit seit Schaaf. Der HSV kam in 14 Spielzeiten auch auf 13 Trainer seit Schaaf. Leverkusen mag weniger als „heißes Pflaster“ gelten, trotzdem waren es auch da 10 Trainer in 14 Jahren seit Schaaf. In Gladbach waren es 11 Trainer in 11 Jahren erste Liga seit Schaaf, und Köln kommt sogar in nur 9 Erstligajahren auf 12 verschiedene Gesichter auf der Trainerbank, seit Schaaf.

Thomas Schaaf wird Otto Rehhagels Amtszeit in Bremen überdauern. Bis dahin wird die Liste noch länger werden, aber auch bis heute ist sie schon imposant. Alle Erstligatrainer, seit Thomas Schaaf:







Foto: Bejamin Radzun

Gegen den Ex mit dem, der sich selbst aufstellte

Das Wunder von Mailand war gestern (also ja eigentlich vorgestern, aber wir verstehen uns schon), heute ist Wolfsburg (also … ja). Offensichtlich ist aber immer irgendwie Magath. Wie viel Anteil hat er am Wunder, wie viel Magath steckt in der Mannschaft, was ist sein, was Rangnicks verdienst am Erfolg; im Netz um solche müßigen Texte herumzusurfen war schwierig in den letzten 48 Stunden.

Dass sich bezüglich des bevorstehenden Spiels gegen Wolfsburg viele Geschichten um Magath drehen, halte ich für deutlich sinnvoller. Natürlich bringt das eine zusätzliche Brisanz in die Partie, natürlich ist das kein normales Spiel. Und so musste auch Ralf Rangnick auf der Pressekonferenz zum Spiel viele Fragen zu dieser besonderen Situation beantworten, siehe hier.

Was das Einwechselspieler-Raten angeht: Ich denke Edu wird sich mit dem Spiel in Mailand von einem der stets meistgenannten Spieler zu einem der nun am wenigsten genannten Einwechsel-Kandidaten gemacht haben. Ihn morgen nicht in die Startelf zu stellen wäre ja fast schon unmoralisch. Sehr lustig zu beobachten war das kollektive Kopfschütteln nahezu aller Bochum-Fans nach Schalkes Nacht in Mailand. Frei nach Fränck von Schleck möchte ich den VfL-Fans heute zurufen:
Für Euch, ab sofort, Esie!

Ich denke eingewechselt werden …

Draxler
Hao
Matip



Was ist Einwechelspieler-Raten?
Tippabgabe bis Samstag, 14:30 Uhr. Bitte die drei Spielernamen im Kommentarfeld als erstes und untereinander notieren. Das macht mir die Erfassung erheblich einfacher. Für „echte Kommentare“ unter den getippten Namen bin ich wie immer dankbar.

Für andere fühlen?

„Nachdem die Bochumer am 33.Spieltag 2007 ihre Niederlage gegen Stuttgart wegen uns bejubelten, fehlt mir etwas das Mitleid.“

Thomas Wings, via Twitter.

Subtiles Bashing

Schalke hat in dieser Saison im DFB-Pokal noch kein Gegentor kassiert. Aber erstklassige Gegner waren auch nicht dabei.

Wolf-Dieter Poschmann beim Pokalspiel des FC Schalke 04 gegen Osnabrück.


Sieg verspielt

Zwei Minuten nach Abpfiff begannen alle Menschen mit königsblauem Herzen darüber zu diskutieren, woran es denn nur gelegen hat. Zwei Tage nach Abpfiff sind wir immer noch nicht einer Meinung, werden es nie sein. Und es ist auch egal.

Tatsächlich hat Schalke eine gute erste Halbzeit gespielt. Die 2:0 Führung war völlig verdient, Bochum hatte kaum etwas entgegenzusetzen. Auch in der zweiten Hälfte ließ Schalke Ball und Gegner laufen, kontrollierte das Spiel, bis zu den unkontrollierten 10 Schlussminuten.
Also dürfen wir uns nun was aussuchen: Schalke war in der zweiten Hälfte nicht konsequent genug, spielte mehr Hase und Igel statt aufs dritte Tor. Felix Magath hätte die starken Vicente Sanchez und Jefferson Farfan nicht so früh auswechseln sollen. Es war der fehlenden Erfahrung der jungen Neuschalker geschuldet. Rakitic hätte den Ball halten müssen.

Ich mag mich nicht so recht entscheiden. Natürlich wäre das Spiel mit dem 3:0 endgültig entschieden gewesen, aber bei einer 2:0 Führung den Ball zu halten ist nicht allzu falsch. Natürlich wirken Magaths Wechsel aus heutiger Sicht unglücklich, aber hätte er gar keine frischen Spieler bringen sollen? Der einzige Defensivspieler auf der Bank war der unerfahrene Tore Reginiussen. Für einen der offensiven Einwechselspieler einen Stürmer rauszunehmen war mithin die defensivste Variante.
Fehlende Erfahrung? Vielleicht, eine Mannschaft funktioniert als Ganzes. Trotzdem darf bemerkt werden, dass in den entscheidenden Szenen die erfahrensten Schalker schlecht aussahen. Und Ivan Rakitic anklagen, weil er vorne nicht ruhig genug spielte, obwohl noch eine handvoll Fehler folgten, bevor der Ball 80 Meter weiter im Netz hing? Lass ma’.

Überlegen gespielt, 2 Punkte liegen gelassen. Erstmals unter Felix Magath nach eine Führung nicht gewonnen. „Lehrgeld bezahlt“. 10 Punkte vor Platz 6. 2-Punkte-Schnitt nach 19 Spieltagen. Denkt man sich an Schalke, Stand Ende letzter Saison zurück, scheint uns wider Erwarten die Sonne aus dem Arsch! Das bringt das samstägliche Spiel nicht zum leuchten, aber es sollte helfen, solch doofe 10 Minuten auch mal abnicken zu können, ohne gleich alles infrage zu stellen.

Glück auf.

Die Prophezeiung

91. Minute, Spielstand 1:1. Rafinha kommt über rechts, dringt in den Strafraum ein, will in die Mitte spielen, trifft denn Ball aber nicht richtig. Der Knicker kullert vor’s Bochumer Tor, verdutzte Bochumer schauen nur hinterher, Schalkes Neuzugang Edu senst über einen Ball, den Frank Goosen mit der schlappen Eichel … (aber das wollen wir uns lieber nicht vorstellen)
… und während der VfL-Anhang sich noch vor Lachen krümmt, schiebt der hinter Edu stehende Kevin Kuranyi den Knicker unnachahmlich humorlos an Heerwagen vorbei ins Netz. Dem VfL die Häme, S04 die Punkte.