Trainer wechseln. Nach, als auch während einer Saison – einer jeden Saison. Aus dieser Gewissheit heraus entsteht die Frage, wen es in der nächsten Saison wohl als erstes trifft. Jens Matheuszik und Julian Reydt haben sich für dieses Jahr auf Marcel Koller vom VfL Bochum geeinigt.
So kann es natürlich kommen. Der Historie des VfL Bochum in der 1. Bundesliga würde dies aber überhaupt nicht entsprechen. Im Gegenteil: In 33 Jahren Erstligazugehörigkeit hat der VfL Bochum die Saison 29 mal mit dem Trainer zu Ende geführt, mit dem er sie auch begann. In der Liste der jeweils ersten Entlassung einer Saison ist der VfL nicht zu finden.
Nimmt man grundsätzlich den 01. Juli als Saisonbeginn und betrachtet man alle 46 Bundesligajahre, wird der ersten Trainer durchschnittlich nach 98 Tagen gewechselt. Das entspricht dem 07. Oktober. Dieser Stichtag wurde mit jedem Jahrzehnt weiter nach vorne geschoben.

Thomas Schaaf hat gerade seine 10. komplette Saison für Werder Bremen absolviert und zusammen mit Otto Rehhagel (14) hat er dafür gesorgt, dass Werder der Club mit den meisten Jahren ohne Trainerwechsel innerhalb einer laufenden Saison ist. In dieser Zahl spiegelt sich auch der Erfolg: Betrachtet man nur den Wert „Jahre ohne Trainerwechsel in der laufenden Saison“, findet man die ersten 6 Clubs – Werder Bremen (36), Bayern München (34), Hamburger SV (33), Borussia M’gladbach, Borussia Dortmund und VfB Stuttgart (alle 30) – auch auf den ersten 6 Plätzen der ewigen Bundesligatabelle.
Doch auch hier ist der VfL Bochum wieder eine erwähnenswerte Ausnahme. Obwohl die größten Erfolg des Clubs „nur“ in zwei fünften Plätzen bestanden, und obwohl der VfL nie einen Alleinherrscher à la Volker Finke auf dem Trainerposten hatte, liegt der Verein im Verhältnis von „komplette Jahre“ zu Erstligajahren noch vor Werder Bremen, und wird nur durch den Fink’schen SC Freiburg mit seiner perfekten 10 getoppt.

Bringt also Kontinuität auf dem Trainerposten den Erfolg, oder umgekehrt? Ist der VfL Bochum eine Ausnahme, die die Regel bestätigt, oder ist der VfL nicht auch ein sehr erfolgreicher Verein, relativ zu seinen Möglichkeiten? Für alle Theorien gibt es Für und Wider, und aus den Daten der Vergangenheit lässt sich sicherlich auch nicht die Zukunft voraussagen. Trotzdem würde ich bezüglich der ersten Trainerentlassung nicht gerade auf Marcel Koller setzen.




Derbys sind was Besonderes. Für Schalker ist das Derby gegen Borussia das „besonderste“, trotzdem kribbeln Spiele gegen Bochum und Duisburg auch deutlich mehr als Begegnungen gegen Wolfsburg, Hertha oder Karlsruhe. Das sieht Freund Thorsten sicher ähnlich, seines Zeichens Anhänger des MSV Duisburg. Und dass das Stadion an der Castroper Straße in Bochum ein guter Ort ist um Fußball zu schauen, darüber sind wir uns auch einig. Er darf aber auch in der kommenden Saison wieder nicht hin.

