Artikel zum Schlagwort ‘VfL Wolfsburg’

Ein entspannter Nachmittag auf Schalke

Nach dem miesen Abend in Bremen zeigte sich Schalke gegen Wolfsburg wieder von seiner besseren Seite. Beim 4:1 gab es nie einen Zweifel, wer am Ende den Platz als Sieger verlassen würde.

Ein flotter Treffer für den eigenen Club beruhigt ungemein. Mit einem 1:0 in der sechsten Minute ist eine Partie natürlich nicht gewonnen. Aber wenn der Gegner sich nicht wehrt, und wenn in der 23. Minute das 2:0 folgt, dann kann man sich schon mal zurücklehnen.

Schalke war effektiv. Es war nicht so, dass Schalke ein Feuerwerk an Chancen abbrannte. Aber die Treffer waren schön herausgespielt. Schalke hatte das Spiel im Griff. Erst kurz vor Ende der ersten Hälfte kam Wolfsburg zu einigen Abschlüssen. Als die Blauen dann gleich nach Anpfiff der zweiten Hälfte auf 3:0 erhöhten, war das Spiel endgültig durch.

Max Meyer war agil und verdiente sich ein Extra-Lob von vom Trainer. Leon Goretzka hatte einige gute Szenen, vor allem die vor seine eigenen Treffer, als er den Ball abfing und den Angriff selbst einleitete. Guido Burgstaller war in diesem Spiel der Torjäger, den man sich wünscht, der im Strafraum angespielt wird, was Tolles mit dem Ball anstellt und dann erfolgreich abschließt. Szenen über die man sich freuen konnte, die den Nachmittag rund werden ließen.

Letztlich ist man aber eher Realist denn Schalke-Nörgler, wenn man anmerkt, dass der VfL Wolfsburg an diesem Tag keinen sehr starken Gegner abgegeben hat. 4:1 zu gewinnen muss man fraglos erst mal schaffen. Bei derart wenig Widerstand sollte man sich aber auch nicht allzu viel darauf einbilden.

Schalke steigert sich zum Sieg in Wolfsburg

Schalke 04 kann sich in Wolfsburg 1:0 durchsetzen. Der vierte Sieg der Blauen in dieser Bundesligasaison, der erste Auswärtserfolg. Lange war es ein schwaches Spiel. Aber Schalke hörte nie auf seine Chance zu suchen, gewann über die Distanz immer mehr an Überlegenheit und konnte das Spiel letztlich verdient gewinnen.

Eine Stunde lang war dieses Spiel hartes Brot für jeden Zuschauer. Zwar kontrollierte Schalke ab Mitte der ersten Hälfte den Ball, nachdem Wolfsburg anfangs ein wirklich starkes Pressing auf den Platz brachte und durchaus agil wirkte. Aber mit Ball brachte Schalke lange nichts zustande.

Für mich sah es so aus, als hätte es am mangelnden Aufrücken nach Ballgewinnen im Mittelfeld gelegen. Man schickte die Außen auf die Reise, Kolasinac links, Schöpf rechts, Meyer war dabei und Eric-Maxim Choupo-Moting agierte in der Spitze; aber oft standen drei Schalker dann einer formierten defensive hilflos gegenüber. Nabil Bentaleb und Leon Goretzka brachten sich in der ersten Hälfte kaum ins Offensivspiel ein, als hätten sie aus Respekt vor dem Gegner eher Vorsicht walten lassen.

In der zweiten Hälfte war das anders. Nabil Bentaleb hatte keinen glücklichen Tag, gemessen an den Leistungen die wir von ihm schon sehen durften. Trotzdem unterstützte er die Offensive nun viel besser, vor allem häufiger. Auch Leon Goretzka stieß immer wieder vor. Bis zur 60. Minute brauchte es noch, bis das alles in eine deutliche Überlegenheit mündete. Ab da war Geduld gefragt.

Elf ihrer 19 Abschlüsse hatte Schalke in der letzten halben Stunde. Benni Höwedes hätte einen Strafstoß zugesprochen bekommen müssen, Alessandro Schöpf tauchte frei vor dem Tor auf. Letztlich entschied ein von Leon Goretzka nicht richtig getroffener Ball das Spiel. Dass der Treffer fällig war, dass der Sieg verdient war, dazu gab es keine zwei Meinungen.

Schalke 04 ist nun wettbewerbsübergreifend seit zehn Pflichtspielen ohne Niederlage, acht dieser Spiele konnten gewonnen werden. Klingt nach Meisterschaftskandidat und entsprechend ist die Stimmung gut. Dennoch steht Schalke nicht mal „pari“.
Bayer Leverkusen stellt aktuell die Nulllinie der Liga – so exakt wie es überhaupt nur geht. Bei einem Unentschieden stehen fünf Siege fünf Niederlagen gegenüber. Das bringt sie in dieser 18er Liga auf Platz 9, sogar das Torverhältnis der Werkself ist mit 18:18 ausgeglichen.
Schalke steht mit vier Siegen, zwei Remis und fünf Niederlagen weiterhin einen Sieg unter einer ausgeglichenen Statistik. Schalke gehört noch immer zur schlechteren Hälfte der Liga, und positiv wird der Blauen Bilanz auch noch nicht sein, wenn sie in zwei Wochen zum bislang ungeschlagenen Tabellenführer nach Leipzig reisen.

Ma’kucken.

Zur Trainerdiskussion hier & in den Social Networks

Der VfL Wolfsburg hat sich vorgestern von Trainer Dieter Hecking getrennt. 2015 wurde Hecking noch zum Trainer des Jahres gewählt. Aktuell hat Wolfsburg zwei Punkte mehr als Schalke 04.

Schalker sind viele, es gibt immer alle Meinungen, und spätestens gestern ist das ewig wiederkehrende Kapitel „Trainerdiskussion“ auch in diesem Blog angekommen, in den Kommentaren unter dem letzten Beitrag.

Mit Blick auf die nur vier Punkte aus sieben Bundesligaspielen und auf das wahrlich nicht gut anzuschauende Spiel in Augsburg halte ich das für sehr normal. Falsch finde ich lediglich die immer wieder aufkommenden Vergleiche mit früheren Trainern. Man müsse die Arbeit Breitenreiters nun anders bewerten, las ich, oder dass Jens Keller und André Breitenreiter nach zehn solcher Pflichtspiele längst in der Luft zerrissen worden wären.
Das ist meines Erachtens unlauter. Zum einen, weil im Nachhinein jede schlechte Phase immer erträglicher in Erinnerung bleibt als sie sich akut anfühlte, und weil hierbei die akute Erfolglosigkeit Weinzierls mit offensichtlich verblassenden Erinnerungen verglichen wird. Zum anderen, weil es schlicht unfair ist, Trainer, die zumindest eine Saison Zeit für ihren Eindruck hatten, Markus Weinzierl gegenüberzustellen, der bislang nur für 10 Pflichtspiele verantwortlich war. Letztlich sind solche Vergleiche nur eine Kritik am aktuellen Trainer, kaschiert mit einem Feigenblatt angeblicher Objektivität oder Fairness gegenüber den früheren Verantwortlichen.

Ich selbst bin weit davon entfernt, Markus Weinzierl als irgendwie schwach, schlecht oder falsch zu erachten. Schalke fehlen sechs Punkte. Spiele wie die gegen Bayern München, Nizza und Borussia Mönchengladbach haben aber gezeigt, dass nichts grundsätzlich verkehrt läuft. Wie viele andere Schalker bin ich der immer gleichen Beißreflexe gegen den Trainer nach solch kurzen Misserfolgsphasen müde. Mut macht mir aktuell das Wirken des Clubs, der sich anders darstellt als zuvor in ähnlichen Situationen.

Aus dem Aufsichtsrat gibt es keine Statements zu lesen. Der Vorstand Sport/Kommunikation ist präsent und äußert nichts, was den Trainer irgendwie angreifbarer machen würde. Der Trainer selbst bleibt auf Pressekonferenzen nüchtern und sachlich. Das alles trägt dazu bei, dass bislang in den Medien keine krachenden Schlagzeilen gegen Schalkes Trainer zu lesen waren. Dass jeder Bundesliga-Trainer unter Erfolgsdruck steht ist vollkommen klar, dazu braucht es keine Schlagzeilen. Dass Schalke es aktuell so gut hinbekommt, sich nach Außen „cool“ zu zeigen, trägt dazu bei, dass sich Trainer und Mannschaft in relativer Ruhe auf die weiteren Aufgaben vorbereiten können.

Auch deshalb sind Thesen nach dem Muster „der Andere hätte/wäre in dieser Situation dies oder das …“ Mumpitz. Auf Schalke agiert ein Trainer nie alleine, sondern im Tandem mit dem zuständigen Vorstand, der „die Situation“ maßgeblich mitgestaltet. Christian Heidel zeigt den zuvor erhofften breiten Rücken. Er wird einen Trainer dann entlassen, wenn er den Eindruck hat, dass dieser in Zukunft die Mannschaft nicht voranbringen kann, nicht weil in der Vergangenheit Punkte liegen blieben.

Eben das schreibe ich übrigens auch Klaus Allofs in Wolfsburg zu. Dessen Entscheidung zu einem Trainerwechsel basiert sicher nicht nur auf der Wahrheit der fehlenden Punkte der aktuellen Saison. Nach 2015 hat sich die Mannschaft des VfL unter Dieter Hecking über eine komplette Saison zurückentwickelt und Allofs nun zu einem Neuanfang veranlasst. Schalkes Saison ist nach einem kompletten Neuanfang immer noch sehr jung.

Ma’abwarten.



Foto: Tomek Bo

Schneckenrennen

Seit der Winterpause spielte die Konkurrenz wiederholt „für Schalke“. Wiederholt wussten die Blauen das nicht zu nutzen, ließen Punkte liegen, die sie gegen die gleichen Gegner in der Hinrunde noch gewannen. Dennoch liegt Schalke weiterhin nur einen Punkt hinter Platz 4. Ein „Schneckenrennen“ sei das, ist immer wieder zu hören und zu lesen. Ein Ausdruck, der darauf schließen lässt, dass viele Clubs hinter ihren Erwartungen zurückbleiben.

Nun lassen sich Erwartungen schlecht vergleichen, Punktestände aber schon. Also habe ich mal die Punktestände der Tabellenplätze 3 bis 8 nach dem 26. Spieltag mit denen der letzten sechs Jahre verglichen:

Demnach sind Schalkes 41 Punkte nach 26 Spieltagen ein sehr normaler Wert für den auf Platz 5 geführten Club. Auch die 40 Punkte des FSV Mainz 05 liegen exakt auf dem Durchschnitt aller Sechstplazierten, die Punktekonten Leverkusens und Wolfsburgs sind ebenfalls ziemlich „normal“.

Die Punktestände der Clubs auf Platz 3 und 4 liegen allerdings tatsächlich unter dem Durchschnitt. Letztlich ist es das, was das Gefühl des Schneckenrennens auslöst: Nicht etwa, dass alle „herumschnecken“ würden, aber vorne setzt sich im Kampf um Platz 3 und 4 niemand so recht ab. Bezogen auf den Kampf um Platz 4 gab es so wenig „Favoritentum“ zuletzt 2013. Damals reichte Schalke unter Jens Keller am Ende 55 Punkte zur Qualifikation zur CL-Qualifikationsrunde, ein Wert der geringer nie war, seit sich im Jahr 2000 der TSV 1860 München mit nur 53 für die „Königsklasse“ empfahl.

Zum Vergleich, hier noch die Punktestände der Tabellenplätze 3 bis 8 der letzten sechs Jahr nach Saisonschluss:

Das Spiel der erfüllten Erwartungen

Auch im sechsten Jahr in Folge kann Schalke sein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg gewinnen, diesmal mit 3:0. Es war ein angenehmer Nachmittag auf dem Berger Feld und ein verdienter Sieg für Schalke.

Schalke spiele stets gleich, hätte Probleme nach einer Führung mal eine Begegnung „runterzuspielen“. Ich weiß nicht mehr, wo ich das las oder hörte, lange her ist es aber noch nicht. Daran erinnerte ich mich, als ich im Stadion saß und mir das Geschehen in der zweiten Hälfte anschaute. Schalke versuchte genau das. Man überließ dem Gegner ein Plus an Ballbesitz, wollte defensiv sicher stehen und kontern. Das Defensive klappte ganz gut, das Kontern weniger. Der Treffer Alessandro Schöpfs, nach nur 7 Minuten in seinem neuen Heimstadion, war ein schöner Abschluss dieses Spiels; ansonsten plätscherte die zweite Hälfte über weite Strecken so dahin. Spaß machte vor allem die erste Hälfte, in der sich Schalke den Sieg verdiente.

Wolfsburg war von Beginn an um eine hohe Pressinglinie bemüht. Das mochte Schalke nerven, allzu viel Mühe machte es den Blauen aber nicht. Zwar kam auch Wolfsburg zu zwei guten Chancen, aber im Spiel aus dem Mittelfeld in den Angriff war Schalke deutlich zielstrebiger und vielseitiger. Dabei war einmal mehr Leon Goretzka der Tempogeber in der Zentrale.

Zur Halbzeit war ich bester Laune, und den Schalkern um mich herum ging es auch so. Das Wetter passte, die Stimmung war gut. Selbst den Tullus gegen Draxler fand ich okay, laut, aber nicht zu hässlich. Außerdem gab es da diese beiden Endlich-Momente, als erst Klaas-Jan Huntelaar, und dann Johannes Geis per Freistoß trafen.

Johannes Geis ist ein toller Freistoßschütze, das sagt jeder. Kein Sender, dessen Kommentatoren dies nicht schon erwähnt hätten. Keine Zeitung, in der ein Text über Geis ohne diese Behauptung ausgekommen wäre. Entsprechend die Reden von Fans zu diesem Einkauf der Schalker. Aber obwohl er, wann immer er auf dem Platz war, nahezu jeden Freistoß ausführte, und obwohl sich ob des Rufs stets ganz Schalke zu freuen schien wenn einer der Blauen in Strafraumnähe gefoult wurde, war dieses Tor gegen Wolfsburg doch Geis‘ erster Freistoßtreffer in der Bundesliga in dieser Saison. Endlich.

Das noch größere Endlich erzeugte zuvor Klaas-Jan Huntelaar. Während Joannes Geis zentral schaltet und waltet und für Schalkes Spiel entsprechend wichtig ist, ist Klaas-Jan Huntelaars Anteil am Spiel der Blauen marginal, wenn er nicht trifft. Und er trifft eben nicht mehr so häufig. In den ersten vier Spielzeiten für Schalke 04 kam im Durchschnitt in 10 Pflichtspielen auf 7 Treffer. Seit Beginn der letzten Saison 2014/2015 kommt er in der gleichen Rechnung nur noch auf 4 Tore.

An seinem Fleiß liegt es nicht. Klaas-Jan Huntelaar gehört stets zu den Schalkern, die auf dem Platz die meisten Kilometer abspulen – auch in Darmstadt, als das Spiel vollkommen an ihm vorbei lief und er die wenigsten Ballbesitzphasen aller Akteure aufwies, lief kein Spieler mehr als er. Doch während seine Läufe jahrelang dazu dienten, am richtigen Fleck zu sein wenn man ihm den Ball im Strafraum auflegte, ist das Spiel nun anders ausgerichtet. Mehr vertikal, deutlich weniger Flanken aus dem Spiel, die Diagonalläufe eines Leroy Sané sind nun der letzte Schrei. Klaas-Jan Huntelaars Kilometer kommen heute tiefer im Feld zustande, beim Versuch anspielbar zu sein um dem Team auf dem Weg ins Angriffsdrittel zu helfen. Doch wenn dies flott gelingt fehlt er häufig in der ersten Reihe. Klaas-Jan Huntelaars Stärken passen nicht mehr recht zum aktuellen Spiel der Blauen.

Ein Stürmer lebt von Treffern. Nachdem gegen Bremen der Heber Huntelaars nach tollem Tun nur an der Latte endete, war es ein großer Spaß, diesen eigentlich unspektakulären Schuss gegen Wolfsburg im Netz zappeln zu sehen. Klaas-Jan Huntelaar bleibt bis auf weiteres des Trainers erste Wahl als Mittelstürmer. Deshalb bleibt Schalkes Erfolg von des Niederländers Schussglück abhängig und deshalb wäre es problematisch, wenn der nächste Treffer wieder einen Endlich-Effekt beinhalten würde.



Fotos: Tomek Bo

Happy Weekend

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Gelsenkirchen Helau! Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht. Das „Bundle“ gibt es in Schalkes Fan-Shop tatsächlich, für 25 Euro. Lustig drauf scheinen sie mir zu sein, die für den Fan-Shop verantwortlichen leitenden Angestellten, offensichtlich vom Tullus der vorletzten Woche unangetastet.
 
 
Gegen Wolfsburg

Der 20. Spieltag der 53. Bundesligasaison bringt den VfL Wolfsburg aufs Berger Feld. Das bedeutet nicht nur, dass einige Plätze in der Arena leer bleiben werden, dass bedeutet auch, dass „Die Rückkehr des Julian Draxler“ im Vorfeld die große Mediengeschichte darstellt.

Meines Erachtens hinken die Vergleiche zum ersten Auftritt Manuel Neuers in Gelsenkirchen nach seinen Wechsel doch sehr. Julian Draxler war immer ein weniger emotionaler Typ, war immer zurückhaltender. Draxlers Wechsel war „leiser“. Ich denke, dass seine Sprüche zu seiner fehlenden Fitness nach der Winterpause, als er seine eigenen Versäumnisse dem Training auf Schalke anlastete, von vielen Fans als ein Nachtreten erachtet wurden. Trotzdem fühlt sich das für mich alles irgendwie „weniger wichtig“ an. Ma’kucken.

Die letzten 4 Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg konnten die Blauen alle gewinnen. Beim letzten Heimspiel gegen die Wölfe, im November 2014, stand es nach 25 Minuten schon 3:0. Es war die Phase, da Roberto Di Matteo mit einer 3er/5er-Abwehrkette aufwartete, als das funktionierte und man noch Hoffnung hatte, dass solche Trainerideen dem Club dauerhaft helfen könnten. Meinen damaligen Text zum Spiel überschrieb ich bezeichnenderweise mit „Ausblick zum Guten“.
 
 
Daten und Drumherum

Dies wird erst Schalkes viertes „Samstag, 15:30-Heimspiel“ der Saison sein.

Die Spielleitung hat Schiedsrichter Tobias Welz aus Wiesbaden. Dieses Spiel ist erst sein dritter Auftritt auf Schalke, und die beiden ersten liegen schon eine Weile zurück. Zuletzt Pfiff er im Oktober 2011 ein Heimspiel der Blauen.

Laut Google wird es am Samstag Nachmittag in Gelsenkirchen 13 Grad haben, überwiegend bewölkt sein und nicht regnen.

Samstag hat Gyula Lóránt Geburtstag, vom 19.03. bis 04.12.1979 Trainer des FC Schalke 04. Er verstarb 1981, im Alter von nur 58 Jahren, nachdem er als Trainer von Olympiakos Piräus einen Herzinfarkt auf der Trainerbank erlitt.
 
 
Mehr Schalke

Schalkes U19 spielt am Sonntag in Duisburg. Um 11 Uhr wird man an der Westender Straße in Meiderich beim MSV zu Gast sein. Dies ist das erste Meisterschaftsspiel im Jahr 2016 für die Mannschaft von Norbert Elgert.

Schalkes U23 hätte am Samstag ein Meisterschaftsspiel gegen Aachen haben sollen. Dieses wurde aber abgesagt. Die Stadt Herne hat den Platz in der Mondpalast-Arena, die Ausweich-Heimspielstätte der U23, für unbespielbar erklärt.
 
 
Und sonst?

Schalkes Jahreshauptversammlung wurde terminiert. Sie wird am 26. Juni stattfinden. Am letzten Sonntag im Juni, so war es in 2015 auch, und natürlich auch wieder in der Arena. Die Anfangszeit konnte ich noch nicht herausfinden, aber ich denke, dass man auch dies so handhaben wird wie zuletzt. In 2015 war ab 10 Uhr Einlass, ein Vorprogramm begann um 11 Uhr und die Sitzung startete um 13 Uhr.

Um die JHV wird es noch einigen Wirbel geben, vor allem weil Clemens Tönnies‘ wiedergewählt werden möchte. Auch in unserer letzten Podcast-Folge kamen wir schon darauf zu sprechen. An dieser Stelle soll aber der Hinweis ausreichen, dass der Termin der JHV selbstverständlich auch bereits im S04-Kalender seinen Eintrag erhielt.

Und dann ist da noch der Super Bowl, in der Nacht von Sonntag auf Montag. Das hat zunächst mal nichts mit Schalke zu tun. Aber ich mag Football sehr, und immerhin hat ja einst Rhein Fire in 2003 und 2004 auf Schalke gespielt. In dieser Zeit drehte Stefan Raab – einst großer TV-Star im deutschen Fernsehen, die älteren werden sich erinnern – die American Football-Folge der Serie „Raab in Gefahr“. Direkt an der Glückauf-Kampfbahn.

Schönet Wochenende, bis Montach.


Gruppe Zwo & die Spielstärke-Tests

Bayern München und Borussia Dortmund stehen über dem Rest der Liga, sowohl was die theoretische Kaderqualität, als auch was das Spiel auf dem Rasen angeht. In einer sich aus einem gewissen Selbstverständnis ergebenden Gruppe 2 spielen Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, der VfL Wolfsburg und Schalke 04 seit Jahren um die internationalen Plätze. Dies möchten sie auch in dieser Saison wieder tun. Gemeinsam haben sie allerdings, dass sie gegen sehr defensiv auftretende Gegner keine guten Ergebnisse erzielen.

Schalkes Spiel am 2. Spieltag nannte ich den „Darmstadt-Test“. Ich hätte es auch den „Spielstärke-Test“ nennen können: Eine Partie gegen einen Gegner, dessen erstes Ziel ein 0:0 ist, der natürlich versucht Fehler auszunutzen, dessen oberste Priorität aber im Verhindern des Spiels der Anderen liegt. Neben Darmstadt 98 treten auch der FC Ingolstadt und der 1. FC Köln mit diesen Zielsetzungen an. Köln hat dabei das Umschaltspiel nach Ballgewinn am weitesten entwickelt, Darmstadt 98 am wenigsten weit.

Der Erfolg dieser Spielweise ist der Misserfolg derjenigen, die dagegen anspielen. Dass Darmstadt 98 nach 12 Spieltagen bereits 14 Punkte gesammelt hat ist ein Schlag ins Gesicht der Clubs, deren Kaderqualität um ein vielfaches höher liegt und die es eigentlich besser können müssten. Gegen solche Gegner braucht es Tempo und Präzision. Es braucht ein variables Ballbesitzspiel, die Fähigkeit, den Gegner „auseinanderzuspielen“ und die knappen Räume zu nutzen. Vergleicht man die Ergebnisse der Clubs aus Leverkusen, Gladbach, Wolfsburg und Schalke gegen die besagten defensive Gegner zeigt sich, dass sie allesamt immer wieder an diesen „Spielstärke-Tests“ scheitern.



Hat tip für die Idee an Rjonathan