Artikel zum Schlagwort ‘VfL Wolfsburg’

Gruppe Zwo & die Spielstärke-Tests

Bayern München und Borussia Dortmund stehen über dem Rest der Liga, sowohl was die theoretische Kaderqualität, als auch was das Spiel auf dem Rasen angeht. In einer sich aus einem gewissen Selbstverständnis ergebenden Gruppe 2 spielen Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, der VfL Wolfsburg und Schalke 04 seit Jahren um die internationalen Plätze. Dies möchten sie auch in dieser Saison wieder tun. Gemeinsam haben sie allerdings, dass sie gegen sehr defensiv auftretende Gegner keine guten Ergebnisse erzielen.

Schalkes Spiel am 2. Spieltag nannte ich den „Darmstadt-Test“. Ich hätte es auch den „Spielstärke-Test“ nennen können: Eine Partie gegen einen Gegner, dessen erstes Ziel ein 0:0 ist, der natürlich versucht Fehler auszunutzen, dessen oberste Priorität aber im Verhindern des Spiels der Anderen liegt. Neben Darmstadt 98 treten auch der FC Ingolstadt und der 1. FC Köln mit diesen Zielsetzungen an. Köln hat dabei das Umschaltspiel nach Ballgewinn am weitesten entwickelt, Darmstadt 98 am wenigsten weit.

Der Erfolg dieser Spielweise ist der Misserfolg derjenigen, die dagegen anspielen. Dass Darmstadt 98 nach 12 Spieltagen bereits 14 Punkte gesammelt hat ist ein Schlag ins Gesicht der Clubs, deren Kaderqualität um ein vielfaches höher liegt und die es eigentlich besser können müssten. Gegen solche Gegner braucht es Tempo und Präzision. Es braucht ein variables Ballbesitzspiel, die Fähigkeit, den Gegner „auseinanderzuspielen“ und die knappen Räume zu nutzen. Vergleicht man die Ergebnisse der Clubs aus Leverkusen, Gladbach, Wolfsburg und Schalke gegen die besagten defensive Gegner zeigt sich, dass sie allesamt immer wieder an diesen „Spielstärke-Tests“ scheitern.



Hat tip für die Idee an Rjonathan

Tschöö Julian!

Ich mag Julian Draxlers Spiel sehr und habe mich sogar immer als Fan dessen bezeichnet. Ich mag seine Dynamik. Wenn er mit Tempo nach innen zieht, im Zentrum ankommt, von wo aus er mit beiden Füßen einen tollen Abschluss hat oder eben mit Übersicht abspielen kann. Ich habe seine Fähigkeiten immer gerne mit denen Rafael van der Vaarts verglichen; als der noch gut war. Gerne hätte ich Julian Draxler weiter auf Schalke spielen sehen.

Fan seines Spiels, aber Fan des Spielers war ich nicht. Das gelingt mir irgendwie nicht mehr, nicht nur bei Julian nicht, generell. Vielleicht bin ich dazu einfach zu alt. Vielleicht war es aber auch tatsächlich der Wechsel Manuel Neuers, der mich veränderte. Manuel Neuer fühlte ich mich irgendwie verbunden. Sachlich konnte ich seinen Wechsel nachvollziehen, aber es tat trotzdem weh, und die Art und Weise ärgerte mich letztlich mehr als ich es wollte.

Julian Draxler gab sich immer distanzierter als Manuel Neuer. Ich nehme an, er wollte aus Manus Fall lernen. Am Ende hat er eigentlich gar nichts mehr gesagt. Jetzt muss er erfahren, dass es egal ist, wie man sich gibt. Als Junge von hier, der weg will, kann man „es“ nicht richtig machen.

Meines Erachtens hat Julian Draxler nichts wirklich falsch gemacht. Nach seinem Einstand, mit dem Big Bang in der Verlängerung des Pokalspiels gegen den 1. FC Nürnberg, und nachdem ihm wirklich jeder mehrmals das Wonderkid-Label aufgepappt hatte, überstiegen die Erwartungen an ihn alle Maße. Julian Draxler ist heute noch erst 21 Jahre jung. In diesem Alter hat er schon unglaubliche viereinhalb Spielzeiten als Profi auf Schalke hinter sich – und diese immer unruhig, mit 6 verschiedenen Trainern! Er ist heute noch nur im Alter eines Talents, aber die Schalke Nation geht davon aus, dass er den Club schon in der Vergangenheit hätte tragen sollen.

Also entschied er sich dazu, woanders „erwachsen“ zu werden, und brachte dem FC Schalke 04 damit soviel Geld ein wie noch nie ein Spieler oder ein Wettbewerb zuvor. Schalker bleibt er, selbstverständlich, egal wer was auch kräht – so wie auch Manuel Neuer stets Schalker bleiben wird, egal wer was auch kräht. Ich würde mir ja wünschen, dass es auf Schalke ganz leise wird, still, wenn Julian Draxler im falschen Trikot zurückkommt. Damit er das Besondere spürt. Aber vermutlich spuckt der Mob wieder Gift und Galle, wie bei Manuel Neuer, und ich muss zusehen, dass mein Sohn von einem zum fremdschämen und unwürdigen Schauspiel möglichst wenig mitbekommt …

Gestern schrieb Sead Kolasinac seinem Zimmerkumpel Julian auf seiner Facebook-Seite einen „Abschiedsbrief“. Nette Worte, wie ich finde. Denen mag ich mich anschließen, auch wenn ich nicht weiß was „brate“ bedeutet:

Dir, Julian, nur das Beste! Aber Deinem neuen Club alles Pech der Welt.

Glück auf.

Lieber Julian,

dein halbes Leben hast du Auf Schalke verbracht! Davon waren die letzten Jahre unsere gemeinsamen Jahre!…

Posted by Sead Kolašinac on Mittwoch, 2. September 2015



Foto: Tomek Bo

Kein Draxler Ersatz: Falsch gedacht

Julian Draxler setzt seine Karriere beim VfL Wolfsburg fort. Schalke 04 kassiert dem Vernehmen nach erfreulich viel Geld. Dass das so kam erstaunt mich kein bisschen. Erstaunlich ist allerdings, dass Schalke keinen Ersatz für Draxler verpflichtete.

André Breitenreiter hat in den letzten Wochen wiederholt betont, dass er den Kader für die anstehenden Aufgaben als recht dünn besetzt erachtet. Er hat wiederholt betont, wie wichtig ihm Julian Draxler war. In den ersten Saisonspielen fand der Schalker Spielaufbau über die Außen statt, Draxler und Choupo-Moting waren dabei wichtige Schaltstellen.

Horst Heldt sagte, dass Julian Draxler bereits zum Ende der letzten Saison Wechselabsichten äußerte. Horst Heldt selbst hielt Draxler „die Türe“ für einen Wechsel bis zuletzt offen. Bis gestern Nachmittag um 17:40 Uhr war ich absolut davon überzeugt, dass Schalkes Manager vorgearbeitet hat, dass in dem Moment, in dem der VfL Wolfsburg Julian Draxler als Neuzugang präsentiert, Schalke 04 ebenfalls eine adäquate Neuverpflichtung vorstellt.

Falsch gedacht.

Vermutlich kommt André Breitenreiter längst zum gleichen Fazit.

Ausblick zum Guten

Schalke gewinnt 3:2 gegen Wolfsburg und findet damit wieder Anschluss an die Champions League-Plätze. Auch wenn man gegen Ende doch noch zitterte: Es war ein tolles Fußballspiel mit einer ersten halben Stunde, die einem Glauben an Guten Fußball geschenkt hat.

Wolfsburg hatte zuvor in acht Pflichtspielen in Folge gesiegt. Wolfsburg ist eine starke Mannschaft, hat Spieler mit hoher individueller Klasse. In der Schlussphase musste man genau davor Angst haben. Lange hatte Schalke die Führung nach der Halbzeit halbwegs souverän verwaltet. Wolfsburg durfte zwar den Ball haben, scheiterte aber daran, wirklich großen Druck auszuüben. Dann einmal nicht aufgepasst, dazu ein Ball abgefälscht, und der Sieg geriet doch noch mal in Gefahr und der Apfiff zur Erlösung. Völlig verdient gewonnen hat Schalke aber trotzdem. Vor allem zeigten die Blauen eine halbe Stunde lang, dass es sich zu hoffen lohnt, dass dieser Trainer und diese Mannschaft Dinge verändern können, die dann auch funktionieren. Ein 30-minütiger Ausblick auf das was geht, so habe ich es gefühlt.

Es sei spannend ob Schalke es schaffen würde, die Flügel dicht zu bekommen, sagte Tobias Escher im Podcast zum Spiel. Roberto Di Matteo löste das Problem kreativ. Die 3er/5er-Abwehrkette unterstützte Christian Fuchs und Felipe Santana in der Defensive. Sie förderte Fuchs’ Offensivspiel und sie schob Eric Maxim in die zentrale Position, in der der letztlich zum Matchwinner wurde. Defensiv war Benedikt Höwedes auf Grund der Formation näher bei Fuchs, ohne hinter sich eine Lücke offenbaren zu müssen. Santana durfte den Kopfballturm im Zentrum geben, seine beste Rolle, und wusste stets Höwedes und Neustädter um sich. Offensive hatten vor allem Fuchs und Uchida mehr Freiheiten. Über sie kam Schalke häufig nach vorne, im offensiven Mittelfeld hielt sich der Ball nie lange auf, so wie es sein sollte. Und zusätzlich zeigten die Blauen in dieser halben Stunde den Zug zum Tor, den man sich immer wünscht, den man in der jüngeren Vergangenheit aber auch so häufig vermisste.

Auch diese halbe Stunde war keineswegs perfekt. Olic rutschte beim Stand von nur 1:0 knapp an einer scharfen Hereingabe vorbei, da hing die Führung am seidenen Faden. Und trotzdem war es toll, das Spiel der Blauen anzuschauen. Denn es passte plötzlich viel zusammen von dem, was zuvor als nicht passend erachtet wurde.

Ein Sieg, der durch eine veränderte defensive Grundausrichtung gewonnen wurde. Eine defensive Grundausrichtung, die zu einem durchaus schnellen Spiel mit drei Toren führte. Ein Sieg nach einer spannenden Begegnung gegen einen starken Gegner, der Schalke wieder auf drei Punkte an die Champions League-Plätze heranbrachte. Das war eine ganze Menge, in diesem Spiel, von dem ich eigentlich so wenig erwartet hatte.

Forecheck zum Spiel der Blauen gegen Wolfsburg

Schalke gegen Wolfsburg. Blaue, die zuletzt konfus wirkten und zweimal verloren haben, gegen Komischgrüne, die eine Mannschaft von hoher individueller Klasse auf den Platz bringen und achtmal in Folge gewannen. Das lässt die Laune vieler Schalke sinken. Ruft man in einen Pulk hinein, dass man sich auf das Spiel freue, braucht es lange, bis jemand halbwegs Verständnis dafür aufbringt.

Gestern habe ich mich für den Forecheck-Podcast eine Weile über dieses Spiel und die Lage beim FC Schalke 04 unterhalten. Mit dem Moderator Christoph Fetzer und mit Tobias Escher, einem der Autoren von Spielverlagerung. Das Ganze kann nun hier nachgehört werden. Der Beskaz kommt auch drin vor.
 

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(45:24 Min)
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Bedenken aus Erfahrung

Am Ende einer Saison läuft Schalke „auf der letzten Rille“, wird es immer nochmal spannend, verliert man in Stuttgart. Ohne Drama ist Schalke nicht denkbar. Obwohl der FC Schalke 04 der Neuzeit ein überaus erfolgreicher Bundesligaclub ist, käme man doch nie auf die Idee, ihn als „souverän“ zu bezeichnen. Das sind keine Vorurteile, sondern Erfahrungswerte. In der Schlussphase der Saison fällt Schalkes Punkteschnitt deutlich ab.

Für mich beginnt die „Neuzeit“ mit der Saison 2000/2001. Eben mit dem bis heute nachhallenden, tragischen Ende einer insgesamt großartigen Saison. Mit dem Abschied aus dem Parkstadion und den Bezug der Arena. Seit dieser Saison und bis heute haben 8 Clubs stets in der ersten Liga gespielt: Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Werder Bremen, der VfB Stuttgart, der Hamburger SV, der VfL Wolfsburg und Schalke 04. In diesem Zeitraum war Schalke nach Punkten, hinter Bayern München und Borussia Dortmund, der drittbeste Club. Betrachtet man allerdings ausschließlich die letzten 4 Spieltage der einzelnen Spielzeiten, holte lediglich der Hamburger SV noch weniger Punkte als Schalke 04.

Mit Beginn der Saison 2000/2001 und bis heute haben die genannten Clubs jeweils 473 Bundesligaspiele bestritten. Schalkes Schnitt liegt bei 1,71 Punkten pro Spiel. Nur auf die jeweils letzten 4 Spieltage der einzelnen Spielzeiten bezogen fällt der Schalker Punkteschnitt auf 1,40. Das ist die größte Verschlechterung aller 8 Dauerbundesligisten in dieser Zeit.

Der Punkteschnitt des HSV an den letzten 4 Spieltagen liegt bei 1,21 Punkten. Allerdings kommen die Hamburger auch insgesamt nur auf einen Wert von 1,42. Die Werte aller sechs anderen genannten Clubs steigen an den letzten 4 Spieltagen, zu lasten der nicht dauerhaft in der ersten Liga verbliebenen Clubs; und eben zu Lasten des HSV und Schalkes. Fast wie zu erwarten steigert sich der Schnitt Bayern Münchens am deutlichsten, vom ehedem besten Gesamtschnitt (2,13) auf einen noch besseren Schnitt in der Saisonschlussphase (2,36).

In der Balkengrafik oben sind Schalkes erreichte Punkte an den jeweils letzten 4 Spieltagen seit 2001 dargestellt. Tröstlich ist, dass es natürlich stets nur um das Erreichen eines bestimmten Zieles geht, und dass dazu kaum die volle Punktzahl aus diesen Spielen benötigt wird. Wie gesagt, der FC Schalke 04 der Neuzeit ist ein erfolgreicher Club, fast immer international vertreten. Der Unterschied des Punkteschnitts der Schlussphase im Vergleich zur Gesamtsaison ist dennoch bemerkenswert und durchaus ein Argument, vielleicht ein Grund, für die allerorts anzufindenden, knusseligen Schalker Dauerpessimisten; auch wenn mir das nicht gefällt.

Sieg nach 4 Phasen

Schalke gewinnt gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1. Ein Spiel, das man prima in 4 Phasen unterteilen kann, von denen eine unentschieden endete, eine Wolfsburg, aber zwei Schalke gewann.

Phase 1 war leider nur kurz und bezeichnete den Beginn der Begegnung bis zur 10. Spielminute. In ihr agierte Schalke mit hoher Intensität. Man attackierte den Gegner früh, ähnlich wie man es schon am letzten Spieltag in Hamburg tat. Man überbrückte das Mittelfeld schnell. Ob nun der Ball über einen langen Pass Ralf Fährmanns zu Neustädter oder Prince kam, oder ob er durch einen Zweikampf gewonnen wurde: Der nächste Pass ging nach vorne, ob auf die Flügel oder auf den sich viel bewegenden Klaas-Jan Huntelaar. Die Blauen machten Druck, daraus entstanden unter anderem zwei Eckbälle. Der erste führte zu einem grandiosen Seitfallzieher, der das Tor knapp verfehlte. Der zweite ließ Prince den Ball gegen Felipe Santanas Kopf köpfen, der dadurch eher unabsichtlich sein erstes Tor für Schalke mit der Wange erzielte.

Nach der Führung gab es noch einen gelungenen Angriff Schalkes, der Klaas-Jan Huntelaar in eine aussichtsreiche Position brachte. Das war’s dann vorerst. In Phase 2, von der 11. Bis zur 50. Spielminute, konnten sich die Blauen keine nennenswerte Torchance erspielen. Nun wurde im Zweifel der Ball gesichert und der Pass eher nach hinten, als zu forsch nach vorne gespielt. Schalke wollte Wolfburg den Ball überlassen und dann kontern, die Konter wurden aber nicht sauber ausgespielt. Mal lag es am Zögern beim Umschalten, mal an schlechten Pässen. Gleichzeitig funktionierte die Defensive nur bedingt. Im vorderen und mittleren Drittel des Spielfelds wurde gut gearbeitet. Trotzdem überbrückte Wolfsburg den Platz einige Male, stieß in Schalkes Problemzone zwischen Innen- und Außenverteidigung und kam zu mehreren guten Chancen, darunter durch Ivica Olic und Luiz Gustavo zwei „100%ige“. Schalke hatte durchaus Massel, dass man in der 50. Minute immer noch führte.

In dieser 50. Minute sah Wolfsburgs Daniel Caligiuri die Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung, was die 3. Phase des Spiels einläutete. Mit der Führung im Rücken und dem Vorteil der Überzahl hatte man als Schalke-Fan auf ein grundsätzliches Übergewicht und auf eine gewisse Souveränität gehofft. Stattdessen wurde Schalkes Spiel schlechter. Viele Fehler im Aufbau zerstörten jeden Fluss. Man geriet in zu viele Zweikampfszenen, es fehlte an einer klaren Linie. Nun war es ein hässliches Spiel, bei dessen herumgeflipper Wolfsburg trotz Unterzahl ebenbürtig auftreten konnte. Diese Phase endete erst nach Wolfsburgs Ausgleich, einem Zwei-Pässe-ein-Zweikampf-Tor aus dem Nichts, wie es eben fällt wenn man das Spiel vor sich hinplätschern lassen will. Dann plätschert es schon mal an der falschen Stelle.

Aber in Phase 4, ab der 69. Minute, wendete sich alles zum Guten. Mit zwei guten Szenen hintereinander war es Max Meyer, der wieder Tempo ins Spiel brachte. Kurz darauf hätte es Strafstoß geben können, als Jefferson Farfán gefoult wurde. Es folgte kein Feuerwerk, aber nun war Wolfsburg mit dem Spielstand zufrieden und überlies Schalke den Ball. Die Blauen wollten, spielten nach vorne, und nach einigen gescheiterten Spielzügen gelang ein wahrlich grandioser, der nach Vorarbeit durch Roman Neustädter und Leon Goretzka Prince zum umjubelten Torschützen werden ließ. Auch in dieser Phase hatte Wolfsburg noch zwei Chancen. Beide durch De Bruyne, beide nach einfachen Ballverlusten Felipe Santanas. Doch einmal mehr agierte Ralf Fährmann im Stil eines Klassetorwarts und sicherte Schalke den Sieg.

Ein insgesamt nicht sehr gutes und ein in 80 von 90 Minuten knappes Spiel, das jeden Ausgang hätte haben können. Schalke fehlte eine zweite Tempophase, kurz vor oder kurz nach der Halbzeit. Außerdem zeigte sich, dass sich Schalke ein „den Gegner kommen lassen“ nach wie vor nicht leisten kann. Im Rückraum gab es weiterhin Abstimmungsprobleme.
Andererseits funktionierte die Defensivarbeit bis zur Mitte der eigenen Hälfte gut. Klaas-Jan Huntelaar und Ralf Fährmann machen diese Mannschaft, im Vergleich zum größten Teil der Hinrunde, an beiden Enden entscheidend stärker. Grade offensiv war und ist Schalke individuell besser besetzt als Wolfsburg, so dass schon kurze Phasen von Dominanz fast zwangsläufig zu Toren führten. In solchen Phasen ahnt man, wie gut Schalke sein kann.

Nun hat Schalke wieder was zu verteidigen. Platz 4. Und was zu gewinnen. Platz 3. Ma’kucken.