Das Gleiche in grün

8. Januar 2010, Torsten Wieland

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Ein Ultimatum. Mesut Özil soll sich entscheiden, ob er seinen laufenden Vertrag verlängern will oder nicht. Man verlangt ein „Bekenntnis“ zum Verein. Ungefähr anderthalb Jahre vor Ablauf des aktuellen Vertrags. So gab es das schon mal, in blau.

Was damals genau abgelaufen ist, zwischen dem damaligen Schalke-Manager Andreas Müller, Mesut Özil, dessen Vater und Berater Reza Fazeli, wieso die Bild-Zeitung stets so flott informiert war, wer ihr den für Mesut Özil vorbereiteten Vertrag gesteckt hat, es wird nicht mehr herauskommen. Angeblich hatte Mesut Özil per Handschlag sein Bleiben besiegelt. Angeblich hat er sich später, im Verbund mit Vater und Berater, davon distanziert. Angeblich war Andreas Müller darüber so entzürnt, dass er sich stark gab und den Spieler suspendierte. Andreas Müller und Klaus Allofs einigten sich auf eine für den damaligen Mesut Özil angemessene Ablösesumme, fortan spielte er für Werder Bremen.

Im Schatten Diegos konnte Mesut Özil ein Jahr lang ungestört wachsen. Sehr gut für ihn, ein Schatten den er auf Schalke nicht gehabt hätte. Im nachhinein wurde immer öfter und immer heftiger mit dem Finger auf Schalke, auf Andreas Müller gezeigt. Er hätte dieses große Talent nicht ziehen lassen dürfen. Sicher, Andreas Müller hätte smart statt bott reagieren sollen. Dass er hätte mit Mesut Özil verlängern können, glaube ich nicht.

Es macht überhaupt keinen Sinn, zwischen Mesut Özil selbst, seinem Vater und seinem Berater zu unterscheiden. Das „netter Mesut, böser Berater“-Spielchen ist unfug, weil am Ende eine Entscheidung steht. Diese Entscheidung kommt aus diesem Verbund, von wem auch immer, und es ist die Spielerseite, die eine Entscheidung fällt. Diese Seite, nennen wir sie einfach Mesut Özil, sitzt am längeren Hebel. Mögen sich der unerfahrene Andreas Müller oder der erfahrene Klaus Allofs wie Rumpenstilzchen zerreißen, oder auch nicht.

Mesut Özil ist gut und wird vermutlich noch besser. Er wird bei der Weltmeisterschaft in der deutschen Nationalmannschaft im Schatten Ballacks weiterwachsen, kann auf der größten Bühne seines Sports die Blicke auf sich ziehen.
Löw wird ihn bringen, Özil wird glänzen, Deutschland wird – wie immer – weit kommen, die besten Clubs Europas werden ihn haben wollen. Das ist Mesut Özils Plan. Und die Chancen, ihn in die Realität umzusetzen, stehen gut.

Gibt es auch nur einen guten Grund für Mesut Özil, sich innerhalb der nächsten 10 Wochen dazu zu entscheiden, sich über 2011 hinaus an Werder Bremen zu binden? Nein. Aus Spielersicht bieten lange Vertragslaufzeiten Sicherheit. Özils Sicherheit ist sein Talent. Er ist seinem Streben nach der großen Karriere verpflichtet, einem Club stets nur zeitweise. Er ist modern. Er ist der Miet-Mesut.
Manager mögen das nicht. Ihnen droht der Wert des Spielers verloren zu gehen. Fans mögen das nicht. Zwar hat man sich an Spielerwechsel im Profigeschäft gewöhnt, dass aber ein Spieler nicht im hier und jetzt des Clubs denkt, sondern sein eigenes weiterkommen, sein eigens fortkommen plant, wird als Gegenteil von Leidenschaft erachtet. Miet-Mesut kann es egal sein, er verhält sich durchaus redlich. Die Zeiten sind eben so.

Handwerk gegen Uhrwerk

10. Dezember 2009, kurtspaeter

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Letzte Woche Sonntag, nach dem denkwürdigen Spiel (war das Fußball?) zwischen Schalke 04 und Hertha BSC Berlin, erreichte mich eine SMS: „Du hast doch eine gewisse Affinität zur Green Machine. Willst Du nicht einen Vorbericht schreiben?“. Da sagt man natürlich nicht nein.
Gerade wo ich den Hausherrn erst vor drei Wochen aus dem Badenova-Stadion mit meiner überschäumenden Begeisterung über das Offensivspektakel der Werderaner genervt hatte. Während der alte und der junge Herr Wieland unpräzises geboten bekamen. Und während ich so schreibe, entwickelt sich fast eine Ode an die Elf von der Weser, ist es eine Lobeshymne auf den Verein geworden. Etwas untypisch für einen Schalke-Blog und -Fan, aber in meinen Augen völlig verdient.

Die Bremer sind offensivstark, es entsteht Ballzirkulation auf erhöhtem technischen Niveau, man hat spielintelligente Akteure auf nahezu jeder Position, man ist immer versucht das Spiel zu beherrschen und den Ball vom eigenen Tor wegzuhalten. Das ist keine Mannschaft, die bedingungslos über den Kampf kommen muss oder die Pille einfach wegholzt. Sondern Bremen versteht es, den Gegner auszuspielen. In der Bundesliga an den richtig guten Tagen sogar jeden Gegner.

Werder Bremen ist ein Verein, der es schafft, seine Mannschaft über all die Jahre auf hohem (Bundesliga-) Niveau umzubauen und zu entwickeln. Dabei gibt es zwar immer wieder Rückschläge (Carlos Alberto, Marco Reich, diverse Links- und Rechtsverteidiger wie Jelle van Damme oder Marko Tosic), aber im Kern bleibt ein auch glückliches, aber vor allem intelligentes Händchen bei Spielerverpflichtungen, die den Stil des SV Werder Bremen am Leben erhalten können. Man denkt an einen reaktionsstarken Torhüter wie Rost, an Spieleröffnungen von Ismael oder Krstajic, an die technisch guten Dampfmacher wie Ernst oder Frings, an großartige Spielmacher wie Micoud oder Diego, an erfolgreiche Torjäger wie Ailton oder Klasnic.
Dann schaut man sich die Elf von heute an und entdeckt den reaktionsstarken Torhüter Wiese, die spielenden Innenverteidiger Mertesacker und Naldo, man sieht Frings so langsam wieder in Form kommen, mit dem jungen Bargfrede an seiner Seite, man sieht den herausragenden Spielmacher Özil (mein Herz blutet) und schließlich den erfolgreichen Torjäger Pizarro. Das ist eine Achse, nach der erfolgreiche Mannschaften gebaut werden. Torwart, Innenverteidigung, zentrales Mittelfeld, Torjäger.

In einem Verein, der seit Jahren für Ruhe, Vernunft und Übersicht steht, der schon immer als sparsam gilt und der sich immer als sehr sympathisch darstellt. Durch Unaufgeregtheit, durch Sachlichkeit, durch Bescheidenheit und mit wenig Futter für den Boulevard. Mit einer beispiellosen Kontinuität bei den handelnden Personen. Das Duo Lemke / Rehhagel in den 80er und frühen 90er Jahren wurde nach einer kleinen Durststrecke ersetzt durch das Duo Allofs / Schaaf. Nicht ganz zufällig zwei ehemalige Spieler, die die erfolgreiche Zeit von Lemke und Rehhagel aktiv miterlebten. Und im Hintergrund mit Klaus-Dieter Fischer und Manfred Müller zwei Vorstandsmitglieder, die beide Ären miterlebten und prägten.

Und trotzdem fährt Schalke 04 nicht chancenlos über die A1 Richtung Norden. Denn die Schalker verfügen in dieser Spielzeit über Beisserqualitäten. Man erinnere sich beispielsweise an das Spiel Hoffenheim – Schalke, Anfang der Saison. Als Pliatsikas eine Halbzeit lang hinter Carlos Eduardo herstapfte, bis dieser überhaupt keine Lust mehr auf Fußball hatte. So wird es Mesut Özil ergehen. Oder Aaron Hunt. Oder Marko Marin. Diese quirligen, spielfreudigen Leute werden auf die Socken bekommen, werden Schwierigkeiten bekommen, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Weil immer ein Schalker Jungspund da sein wird und sie bekämpft. Wenn Schalke 04 in dieser Saison eines gelernt hat, dann zu wissen, wo die Qualität des eigenen Spiels liegt und danach zu handeln. Felix Magath wird seinen Spielern einimpfen: Geben wir Bremen Platz zum kombinieren, so wie es der SC Freiburg tat, dann gehen wir im Weserstadion unter. Und da sich Magath mit seinen ganzen jungen Emporkömmlingen ein Reich schafft, das ihm, dem Entdecker und Förderer, an den Lippen hängt, folgen sie ohne mit der Wimper zu zucken.


kurtspaeter schrieb früher im eigenen Blog über den FC Schalke 04. Seit er sein Blog zumachte gibt er hier in unregelmäßigen Abständen seine Meinungen und Gedanken zum Besten.


Foto: Michael Pries

Arminia und die Chance zur Farbe

Der Ex-Bremer Diego war immer auch für die Klatsch-Spalten gut. Auf die vermeintliche Suggestivfrage, wie er das finden würde, antwortete Klaus Allofs überraschend: Man hätte sich vor einer Weile zusammengesetzt und überlegt, wie Werder Bremen aussehen solle. Und dabei habe man festgestellt, dass Werder auch in die Klatsch-Spalten müsse.

Wasser auf die Mühlen, die ich seit ewigen Zeiten drehe. Attraktiver Fußball und Erfolge hin oder her, es braucht mehr. Es braucht Spektakel, es braucht bescheuerte Fans, es braucht Lieblinge und Fieslinge, Schlagzeilen, Skandale, Tränen und Liebe, das ganze emotionale Arsenal. Deshalb werden, unabhängig vom Tabellenplatz, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln und Schalke 04 immer mehr Sex-Appeal versprühen als Wolfsburg, Hoffenheim oder Leverkusen. Mehr als Bielefeld sowieso.

Arminia Bielefeld hat nun die Chance, zumindest schon mal in die Klatschspalten zu kommen! Presseberichten zu Folge haben sich Günter Eichberg, Rudi Assauer und Uli Stein bereit erklärt, dem Verein mit zurückgetretenem Vorstand zu helfen.
Eine leicht jähzornige Torwartlegende, ein Sonnenkönig und Good Ol’ Rudi, der Herr der Schlagzeilen und aktuell nur noch mit der Bildzeitung im Bett liegend; allesamt in verantwortungsvollen Positionen … da wird die Arminia mal spannend, da beginnt man sich für sie zu interessieren, da ist sie auch mal bei RTL Punkt 12 ein Thema!

Die Arminia sollte zuschlagen. Schlimmer als in der Bildzeitung ein Thema zu sein ist es, in der Bildzeitung kein Thema zu sein. Allofs weiß das. Klinsmann mittlerweile auch. Arminia könnte es erfahren.

Kunst ist, was gefällt

28. März 2009, Torsten Wieland

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Schlechte Leistungen? Blutleere Vorstellungen? Fußball ohne Tempo, ohne Inspiration, ohne Plan? Stürmer ohne Durchschlagskraft? Ja, Schalke kucken ist derzeit kein Spaß. Ganz Fußballdeutschland weiß das mittlerweile.

Bemerkenswert wenig scheint sich Fußballdeutschland darum zu scheren, dass die Werkself aus Leverkusen – die mit dem Näschen für Talente, dem Weltscouting, der innovativen Idee in der Trainerfrage, dem Konzeptfußball, dem deutschen Zukunftsstürmer und -Torwart Nummer 1 – nach 25 Bundesligaspielen gerade ein Pünktchen mehr auf dem Konto hat.
Und die beliebten Offensivfeuerwerker von der Weser, mit den Zauberfüßen im Mittelfeld und dem Reimport aus der Premier League im Sturm, haben gar noch 5 Punkte weniger.




[Film gefunden via FuViBlo]

„Hau wech, dat Dingen!“

7. Februar 2009, Torsten Wieland

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Der Abpfiff kommt etwas plötzlich. Wäre er, wie es Usus ist, bei einem langen Ball, vielleicht einem Abschlag erfolgt, der Jubel wäre lauter gewesen. So nur Erleichterung allenthalben. Ich drehe mich um, zu O-Jay, der gleich hinter mir steht. „Gut, oder!?“ sagt er. Eine Aussage, keine Frage. „Ja, gut!“ sage ich.

Zuvor hatten wir ein Fußballspiel mit einer fürchterlichen ersten Halbzeit gesehen. Teams denen fast nichts gelang, die sich gegenseitig an Fehlern überboten. Eine Halbzeit nahezu frei von Torraumszenen. Angsthasenfußball zweier Mannschaften, die in der vergangenen Woche von Fans und Medien viel Dresche bezogen haben, denen bewusst war, dass eine Niederlage das alles potenzieren würde. Und kurz nach der Halbzeit erzielte Benni Höwedes das 1:0.

Plötzlich war alles anders. Plötzlich hatte Werder etwas aufzuholen, und Schalke blieb in seiner Angsthasigkeit alleine zurück. Es wurde ein Spiel auf ein Tor, weil Schalke im Mittelfeld jegliche Kontrolle verlor und alle Konterversuche bereits im Ansatz misslangen.

Werder fehlte es bei allem Engagement ebenfalls an Klarheit. Weniges schien geplant. Ein Özil Trick hier, eine Hereingabe nach eine Freistoß da, Werder kam zu seinen Chancen. Aber von der „Green Machine“, von der besten Offensivmannschaft, die Werder in den letzten Jahren regelmäßig stellte, war nichts zu sehen.

Und trotzdem warf Werder nun alles nach vorne. Und Schalke hielt dagegen. Und plötzlich änderte sich die Stimmung im Stadion.
Wo gerade noch die vom FC Schalke der letzten Monate genervte Zuschauerschaft Fehlpässe begrummelte und strukturloses Spiel kritisierte waren nun unterstützende Fans zu sehen und zu hören. Plötzlich wurde ein auf die Tribüne gedroschener Ball bejubelt. Plötzlich gab es Applaus für Spieler, die sich in einen Pass warfen, auch wenn mit dem eroberte Ball kein ordentlicher Angriff eingeleitet wurde. Plötzlich wurde das Spiel wieder mitgelebt.

Mit Häme könnte man behaupten, dass sich das Schalker Publikum nun wieder an dieses schwache Niveau gewöhnt hätte. Aber das ist Quatsch, ich bin davon überzeugt, dass die allermeisten Fans die heutige schlechte spielerische Leistung sehr wohl einschätzen können, egal wozu dieses Spiel in den Medien oder im Leuchtturm gemacht werden wird. Aber die heutige zweite Halbzeit war nicht die Zeit für Kritik, nicht die Zeit für Liebesentzug oder Erziehungsmaßnahmen, einzelnen Spielern oder Funktionären gegenüber. Es ging nur um diese drei Punkte. Es ging darum, eine Aussicht zu behalten, und darum, den Affen nicht noch mehr Zucker zu geben.

Das hat funktioniert. Mit etwas Geschick, mit viel Einsatz und auch dank Werder.
Es hat funktioniert. Gut.

„Der überragende Lincoln zog die Fäden“

6. Februar 2009, Torsten Wieland

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Varela, Ernst, Bajramovic – Lincoln – Kuranyi, Lövenkrands. So war Schalke in Mittelfeld und Angriff aufgestellt, als es am 20. Spieltag der vorletzten Spielzeit in Bremen ein hervorragendes Spiel ablieferte. Ziemlich genau vor 2 Jahren, am 04. Februar 2007.

Es war Schalkes starke Phase in dieser Saison, der letzten, auch abgesehen von den Ergebnissen spielerisch starken Phase überhaupt. Schalke brauchte sich nicht auf Standards verlassen. Zwar bestach auch damals vor allem die Defensive, die größte Stärke war die ständige Ordnung. Aber auch die Angriffe wurden ausgespielt. Lövenkrands war mit seiner Schnelligkeit eine Bedrohung für den Gegner. Varela, überall auf dem Platz, zweikampfstark und gedankenschnell. Und Lincoln wirkte in dieser Zeit mit mehr Licht denn Schatten – was ihn immer dann zu einem der besten Mittelfeldspieler der Liga machte. Zu dieser Zeit war Schalke ein völlig verdienter Tabellenführer.

Einige Spieltage später brach Lövenkrands buchstäblich weg und Schalke zusammen. Lövenkrands hat diese Stärke nie mehr erreicht. Nach der Saison waren auch die Schalker Karrieren von Varala und Lincoln vorbei, der eine wechselte in die Türkei und der andere verletzte sich; wieder und wieder und wieder. Alle drei hat Schalke bis heute qualitativ nicht ersetzt.

Nach nur 2 Jahren hat Schalkes Mannschaft mit der von damals nichts mehr zu tun, auch wenn einige Namen noch die selben sind. Neun Tage vor dem besagten Spiel in Bremen schrieb ich meinen ersten Blogbeitrag. Könnte mir jemand einen Zusammenhang beweisen, hoffnungsvoll hörte ich hier umgehend auf und schriebe fortan über weniger Wichtiges. Hoffenheim vielleicht, oder Bayern München.

Der eine Thomas Schaaf

14. Oktober 2008, Torsten Wieland

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Thomas Schaaf vereint mit Christoph Daum dass er einen Oberlippenbart trägt und dass er ein guter Trainer, ein Meister ist. Müsste ich wählen, ich würde immer Christoph Daum vorziehen, denn Fußball sind eben nicht nur die 90 Minuten auf dem Platz, wie dieses und zig andere Blogs, wie Portale, Sender, Zeitungen und Zeitschriften Tag für Tag beweisen. Man will ja Lust an der Sache haben, und Lust ist eben genau das, was ich mit Thomas Schaaf überhaupt nicht verbinden kann.

Natürlich gibt es aber viele positive Eigenschaften, die man, die ich mit Schaaf verbinden kann, muss, allen voran seine unglaubliche Souveränität. Thomas Schaaf sagt eigentlich nie Dinge die man in Frage stellen könnte. Er vermittelt immer das Gefühl, dass das, was er sagt auch so ist. Außerdem spricht er sehr direkt, etwas anders als wie der eigentliche Kern aussehen zu lassen ist nicht seine Art. Bei ihm gibt es nur selten etwas zu interpretieren. Floskeln nutzt er fast ausschließlich, um die eigenen Sätze flüssiger werden zu lassen, nicht um damit Fragen zu beantworten.

Letzten Donnerstag sprach Thomas Schaaf eine gute halbe Stunde mit Hans Heinrich Obuch, dem Moderator der Radio Bremen Sendung „Gesprächszeit“. Auch über Mesut Özil. Darüber, wie er den Job des Trainers sieht. Über Klinsmann und Mourinho. Über die Herkunft seiner Philosophie. Mit ein wenig Medienkritik. Und natürlich mit seiner Lieblingsformulierung „der eine oder andere“.

Hören:

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