
Schalke gewinnt ziemlich einfach mit 3:2 in Bremen. Klaas-Jan Huntelaar verdiente sich die Torjäger-Kanone, die Mannschaft verdiente sich den dritten Platz. Am Ende war es eine gute Saison für Schalke 04, vor allem gemessen an den Schwierigkeiten durch Trainerrücktritt und Torwartfluch. Wie es weiter geht, ist meines Erachtens nicht abzusehen.
Schalke ist das Spiel in Bremen locker angegangen. Das war bereits der Aufstellung zu entnehmen, auch das Verhalten auf dem Platz war stets mehr Spiel als Kampf. Umso bemerkenswerter, wie viel reifer Schalke gegenüber Werder Bremen wirkte. Es war kein tolles Spiel, aber Schalke war aufs Tore schießen aus, die Aktionen der Blauen waren durchdachter und ohne das Aytekin-Strafstoßgeschenk wäre Bremen wohl nie ins Spiel gekommen.
10 Punkte mehr als Leverkusen, 22 Punkte mehr als Bremen, 24 Punkte mehr als Schalke in der letzten Saison. Die direkte Champions League-Qualifikation, trotz Rangnick-Rücktritt und dem Einsatz von mehr Torhütern, als andere Clubs in 10 Jahren einsetzen. Diese Saison ist gut ausgegangen. Am Ende kann man Huub Stevens attestieren, einen sehr guten Job gemacht zu haben.
Huub Stevens ist ein echter Skipper. Er steht vorne und nimmt die Probleme an wie sie kommen, jammert nie. Obwohl sicher nicht immer der nette Onkel, hält er die Moral der Mannschaft hoch, und auch ohne Kotzgrenzen-Medizinballtraining hatte man nie den Eindruck, dass es der Mannschaft an Kondition fehle. Schalke war selten taktisch überraschend, aber Stevens wusste die individuellen Qualitäten der Mannschaft so gut einzusetzen, dass eben nur Dortmund und München mehr Punkte holten.
„Wir sind noch nicht soweit“ sagt Huub Stevens in der Regel, wenn er über Schwächen seiner Mannschaft spricht. Ein Optimist hört daraus, dass Schalke irgendwann soweit sein wird, dass es nur eine Frage der Zeit ist. Eine Frage der nächsten Zeit ist aber vor allem, in welche Richtung Horst Heldts Transaktionen des FC Schalke 04 führen.
Bislang geht es in Sachen Transfers eigentlich nur um Abgänge. Wir wissen, lasen häufig genug, wer alles gehen könne, wenn es denn bei Zeiten entsprechende Angebote geben wird. Die interessantere Frage wird sein, wer kommt, beziehungsweise ob wer kommt oder überhaupt kommen soll. Konkret: Soll die individuelle Klasse Raúls per Transfer ersetzt werden? Sollen Lewis Holtby oder Julian Draxler auf dessen Position spielen? Kann sich Schalke mit dem bislang „gespielten Stiefel“ wirklich noch soweit verbessern, dass die Lücke zu den beiden oben stehenden Clubs verkleinert werden kann, braucht es nicht mehr taktische Flexibilität? Wie sieht das wohl Huub Stevens, und kann er kreativ agieren?
Ma’kucken.
Foto: Kicker Sportmagazin




































Lukas Schmitz wird aller Voraussicht nach für Werder links hinten spielen, Christian Fuchs spielt für Schalke ganz bestimmt. Geht man nach den Bewertungen der kicker-Journalisten liegen die Leistungen der beiden nicht weit auseinander. Schmitz leistet eher stetige Arbeit, bei Christian Fuchs stehen sehr gute auch schon mal ziemlich schwachen Leistungen gegenüber. In der letzten X Frage der Hinrunde geht es um den Vergleich der beiden in konkreten Kategorien.

